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Züge des Nahverkehrs : RMV rechnet mit WLAN in fünf Jahren

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Voraussetzung für WLAN in Regionalzügen: Die Länder, die den Nahverkehr finanzieren, müssten den Drahtloszugang bestellen. Bild: dpa

Was im ICE für Erste-Klasse-Fahrgäste Standard ist, ist in den Regionalzügen dagegen noch ein ferner Traum. Aber nicht nur die technische Umsetzung ist das Problem.

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          Auf drahtlose Internetzugänge in Regional- und S-Bahn-Zügen müssen Fahrgäste in Hessen noch jahrelang warten. Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) rechnet damit, dass die ersten Züge in rund fünf Jahren damit ausgestattet sein werden. Wichtigste Voraussetzung sei aber eine gute Netzabdeckung, die gleichzeitig die spezifischen Erfordernisse im Eisenbahnverkehr berücksichtigt, erklärte ein RMV-Sprecher am Montag in Hofheim.

          Der Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft Schienenpersonennahverkehr, Thomas Geyer, hatte in der Zeitung „Die Welt“ gesagt: „Dass WLAN bei den Fahrgästen ein Bedürfnis ist, haben wir verstanden. Wir diskutieren das gerade.“ Eine Einführung im Nahverkehr sei aber kein Akt von ein, zwei Jahren. „Realistisch ist, dass wir WLAN in circa fünf Jahren in nennenswerterem Umfang im Schienennahverkehr haben.“ Bestellen müssten den Drahtloszugang die Länder, die den Nahverkehr bezahlen. In Hessen ist der RMV für die Ausschreibung zuständig.

          Kosten für WLAN unklar

          Gewährleistet sein müsse ein schneller Wechsel von Funkzelle zu Funkzelle und das bei  zu erwartenden hohen Nutzerzahlen, erklärte der RMV-Sprecher. „Dies ist aber eine technische Fragestellung, die von den Netzanbietern gelöst werden muss.“ Das Verkehrsministerium stellte sich hinter die Pläne für ein flächendeckendes WLAN. Alles, was die Attraktivität des Regional- und Nahverkehrs erhöht, sei zu begrüßen, sagte ein Sprecher in Wiesbaden.

          Der RMV habe gerade über eine halbe Milliarden Euro in die S-Bahnen investiert, die Auslastung des Streckennetzes sei die höchste im Bundesvergleich. „Das Potenzial, zusätzliche Leistungen wie WLAN über bestehende Mittel abzudecken, geht also gegen Null“, betonte der Sprecher. Wie hoch die Kosten und damit möglicherweise die Steigerung der Regionalisierungsmittel sein müssen, könne derzeit nicht seriös beantwortet werden.

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