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FAZ Plus Artikel Eine Frage der Moral : Muss man jedem Bettler etwas geben?

„Hilf mir“: Diese Botschaft erreicht Passanten an vielen Orten in der Frankfurter Innenstadt. Bild: dpa

Vielerorts in Deutschland bitten arme Menschen um Almosen – auch in der Frankfurter Innenstadt. Wer nicht achtlos an ihnen vorbei gehen will, steht vor einem Dilemma. Wie ist es zu lösen?

          Die erste Hand, die sich einem nach dem Verlassen der U-Bahn-Station Hauptwache entgegenstreckt, gehört einem verwahrlosten Mann mit einem Hund. Einer Hündin, genauer gesagt. Ihretwegen sei er hier, sagt er und deutet auf das Tier. Sie sei operiert worden, und jetzt brauche er Geld, um die Rechnung zu begleichen. Der Mann, der da an der Zeil am Eingang zur Liebfrauenstraße sitzt, will kein normaler Bettler sein. Er bitte um Geld, weil er seine Hündin retten müsse. Neben sich hat er ein Schild aufgestellt, auf dem zu lesen ist: „Wir sind keine Bettelmafia.“

          Hans Riebsamen

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Auf diese Art will er sich von jenen Bettlern distanzieren, die meistens aus Südosteuropa stammen und organisiert auftreten. Angeblich werden sie morgens vom Clanchef abgesetzt und müssen abends ihre Einnahmen abliefern. Ob der Mann mit dem Bart, der einige Meter entfernt von dem bettelnden Hundeherrchen einen liegenden Hund aus Sand geformt hat, wohl zu dieser „Bettelmafia“ gehört? Er spricht kein Wort Deutsch und sagt auf die Frage nach seiner Herkunft so etwas wie „Roma“ oder „Romania“. Er könnte durchaus ein Rom aus Rumänien sein.

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          Julian Chaim Soussan, Frankfurter Rabbiner: Die kurze Antwort ist: Ja! Das Judentum kennt konkrete Gebote, wie der Einzelne und die Gesellschaft helfen sollen. Der übliche Begriff hierfür ist „Zedaka“. Das wird oft mit „Spende“ übersetzt, heißt aber eigentlich „Gerechtigkeit“. Wenn nun der Obdachlose mit den Almosen Alkohol kauft? Wir sind in erster Linie verpflichtet zu geben, nicht zu prüfen, was mit dem Geld geschieht. Was ist mit organisiertem Betteln? Im Judentum gilt, dass man eine offene Hand nicht ausschlagen soll. Manch einer löst das Dilemma, indem er immer kleine Münzen dabei hat, die er etwa auf der Zeil parat hat. Bilderstrecke

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