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Werte vermitteln : Richter machen Flüchtlingskinder fit für den Rechtsstaat

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Comic inklusive: Amtsrichter Harald Walther hält anschaulichen Rechtsstaatsunterricht für Flüchtlinge, aufgenommen im Mai Bild: Rainer Wohlfahrt

„Fit für den Rechtsstaat“, dieses Programm bietet Hessen schon seit fast drei Jahren für erwachsene Geflüchtete an. Fortan werden auch Flüchlingskinder entsprechend geschult.

          Richter, Staatsanwälte und andere Justizmitarbeiter sollen geflüchteten und zugewanderten Schülern das deutsche Rechtssystem nahebringen. Das Programm „Fit für den Rechtsstaat - Fit für Hessen“ vermittelt Basiswissen zu den Grundrechten sowie zum Strafrecht.

          Den Startschuss für das landesweite Angebot gaben Ministerpräsident Volker Bouffier, Justizministerin Eva Kühne-Hörmann sowie Kultusminister Alexander Lorz (alle CDU) an einer Schule in Hochheim. Ziel sei es, Asylbewerbern „Starthilfe in den Rechtsstaat zu geben und ihnen Grundregeln und Werte unseres Zusammenlebens zu vermitteln“.

          15.000 Asylbewerber bisher erreicht

          Die Staatskundekurse gibt es bereits seit dem Jahr 2015, sie wurden bislang aber nicht an Schulen angeboten. Künftig sollen zugewanderte Schüler ab dem zwölften Lebensjahr, die sogenannte Intensivklassen besuchen, an dem Programm teilnehmen können.

          Seit dem Start von „Fit für den Rechtsstaat“ haben sich nach Angaben des Landes mehr als 350 Justizangehörige freiwillig für das Programm gemeldet. Rund 15.000 Asylbewerber seien damit erreicht worden. Die Kurse wurden bislang in den Erstaufnahmeeinrichtungen oder an Gerichten angeboten. Dabei kommt auch ein Comic zum Einsatz, der die behandelten Themen veranschaulichen soll.

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