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Weinkeller im Rheingau : Und ewig spukt der Weingeist

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Weingut Weiler in Lorch: Eine Mitte des 19. Jahrhunderts entstandene Schiefergrube wird hier als Weinlager genutzt. Ins Herz dieses stimmungsvollen Felsenkellers führt eine Art Bergmannsstollen. Bild: Hermann Heibel

Düstere Gänge, riesige Holzfässer, staubige Flaschen, Schimmel an den Wänden. Die Gewölbe unter den Weingütern im Rheingau sind Schatz- und Gruselkammern zugleich. Ein Buch bringt die „Unterwelten“ ans Licht.

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          er Keller der Hessischen Staatsweingüter am Steinberg, unweit von Kloster Eberbach im Rheingau, ist eine unterirdische „Kathedrale für den Riesling“. Er erstreckt sich über drei Etagen bis in 14 Meter Tiefe, 1,5 Millionen Weinflaschen können hier lagern, fast zwei Millionen Liter Rebsaft in Edelstahltanks und Holzfässern reifen. Eine Produktionsstätte auf dem neuesten Stand der Technik, mit der sich die Staatsweingüter für die Herausforderungen des Klimawandels gewappnet fühlen.

          Der Keller von Deutschlands größtem Weingut ist ein Glanzstück moderner Weinproduktion. Romantischer sind gleichwohl die ehrwürdigen, geschichtsträchtigen Tunnel- und Kreuzgewölbekeller, deren Decken und Wände vom „schwarzen Kellertuch“, einem besonderen Schimmelpilz, überzogen sind. „Hier spukt der Geist des Weines“, schreibt Oliver Bock in seinem jüngst im Frankfurter Societäts-Verlag erschienenen Buch „Rheingauer Unterwelten“, in dem er –eindrucksvoll illustriert mit Bildern des Fotografen Hermann Heibel – die schönsten Weingewölbe der Region und ihre Schätze präsentiert. Weintechnisch interessante, historisch bedeutsame und architektonisch bemerkenswerte Weinkeller, so wie der unterhalb von Schloss Johannisberg, in dem als ältester „Schatzkammerwein“ ein Riesling aus dem Jahr 1748 aufbewahrt wird.

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