Ein Blackout würde viele Leben kosten
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Bis der Diesel ausgeht: Notstromaggregat in einem Feuerwehrhaus Bild: Michael Kretzer
Der Rheingau-Taunus-Kreis bereitet sich auf Gasmangel und einen längerfristigen Stromausfall vor. Die Optionen sind begrenzt, die Schäden wären groß.
Mehr als 400 Tote in den ersten 96 Stunden. So sieht es das Szenario für Fall eines umfassenden und länger andauernden Stromausfalls in Rheingau und Untertaunus. Der Rheingau-Taunus-Kreis beschäftigt sich vor dem Hintergrund eines möglichen Gasmangels und daraus folgend womöglich flächendeckender Stromausfälle mit den zu erwartenden Konsequenzen und den Optionen der Kreisverwaltung und der 17 Kommunen, diese Konsequenzen abzufedern.
Was tun, wenn die Tankstellen mangels Strom keinen Treibstoff mehr liefern, wenn die Telefon- und Mobilfunknetze ausfallen, wenn die Notstromaggregate mangels Diesel leerlaufen und Heizungen flächendeckend ausfallen? Das Ausmaß der Schäden hängt nach Ansicht von Kreisbrandinspektor Christian Rossel vor allem von der Dauer der Krise ab. Kurzzeitige Abschaltungen von Stromkreisen, beispielsweise im Zuge einer Rationierung, seien verkraftbar. Ein regelrechter Blackout allerdings hätte Folgen, auf die sich der Kreis nur schwer vorbereiten könne. Das werde dann ein anderes, heute nur schwer vorstellbares Leben sein, sagt Rossel.
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