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Eishockey-Bundesliga : Frankfurt Lions stellen Insolvenzantrag

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Ungewisser Ausblick: Lions-Coach Chernomaz und Spieler Bild: Wonge Bergmann

Die Frankfurt Lions haben einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Dies ist laut DEL aber ohne Belang - solange das Insolvenzverfahren nicht formell eröffnet wird. Den Frankfurtern fehlen für die nächste Saison rund zwei Millionen Euro - obwohl die Mainova als Sponsor bleibt.

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          Nächste Hiobsbotschaft für das deutsche Eishockey: Die Frankfurt Lions haben am Freitag einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beim zuständigen Amtsgericht der Stadt Frankfurt gestellt. „Dieser Schritt ist erforderlich, da sich die aktuelle finanzielle Lage der Frankfurt Lions nicht zum Positiven entwickelt hat“, teilte der Club in einer Pressemitteilung mit. Den Frankfurtern fehlen für die kommende Saison rund zwei Millionen Euro. Dennoch wollen die Lions einen Lizenzantrag für die kommende Spielzeit stellen und bis zu einer möglichen tatsächlichen Eröffnung eines Insolvenzverfahrens weiterkämpfen.

          Am Tag zuvor hatte die Lions noch eine gute Nachricht erreicht: Der Frankfurter Energie- und Wasserversorger Mainova AG wird den Eishockeyverein auch in Zukunft finanziell unterstützen. Wie Mainova-Vorstandschef Constantin Alsheimer und Lions-Eigentümer Siggi Schneider mitteilten, hat das Unternehmen seinen seit 2002 laufenden Sponsoring-Vertrag um zwei Jahre verlängert. Die Mainova stehe auch in schwierigen Zeiten zu den Frankfurt Lions und trage dazu bei, die Lions und den Eishockey-Sport in Frankfurt zu erhalten, so Alsheimer. Der Hintergrund ist: Die Lions hatten zur Monatsmitte mitgeteilt, in Finanznot zu sein, weil die Commerzbank sie nicht weiter sponsere.

          Verfahren eröffnet - keine Spielgenehmigung

          DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke hat den Insolvenzantrag der Frankfurt Lions bedauert, die Hessen aber noch nicht komplett abgeschrieben. „Das ist eine weitere unschöne Schlagzeile, die faktisch aber noch nichts bedeutet“, sagte Tripcke der Deutschen Presse-Agentur. Erst wenn das Insolvenzverfahren gegen die Lions tatsächlich eröffnet werde, habe der Club keine Chance mehr auf eine Spielgenehmigung für die neue Saison.

          „Die Prüfung der eingereichten Unterlagen wird ergeben, ob die Lions die notwendigen wirtschaftlichen Bedingungen erfüllen oder nicht“, sagte Tripcke, der aber eingestand, dass es angesichts des Antrages sicherlich nicht einfacher für den Meister von 2004 wird. „Wir müssen abwarten, wie es in Frankfurt weitergeht. Was auf keinen Fall passieren darf, ist dass das Verfahren eröffnet wird. Dann sind unsere Vorgaben ganz klar, wie wir auch bei den Kassel Huskies gezeigt haben“, sagte Tripcke.

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