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Eishockey : Auf dem Weg zur Klarheit: Lions wollen Heimrecht

Konzentrierte Abwehrarbeit ist vor den Play-offs bei den Lions unter anderem gefragt Bild: picture-alliance/ dpa

Bald herrscht nach mehr als acht Monaten Klarheit, wer tatsächlich nach dem Meistertitel greift: Mit fünf Punkten Vorsprung auf ihre ärgsten Verfolger gehen die Lions in das abschließende Hauptrunden-Wochenende der Deutschen Eishockey Liga.

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          Die Spannung steigt, bald herrscht nach mehr als acht Monaten Klarheit, wer tatsächlich nach dem Meistertitel greift: Mit fünf Punkten Vorsprung auf ihre ärgsten Verfolger gehen die Lions in das abschließende Hauptrunden-Wochenende der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Den vierten Platz will die Mannschaft von Trainer Rich Chernomaz in den beiden Partien gegen Tabellenführer Nürnberg an diesem Freitag und beim Rangachten Ingolstadt am Sonntag unbedingt verteidigen, um sich zum Beginn des Play-off-Viertelfinals am 18. März das Heimrecht zu sichern. Mögliche Gegner in der Serie nach dem Modus „Best of Seven“ wären dann Iserlohn oder Mannheim – beides Mannschaften, die den Löwen in dieser Runde überhaupt nicht gelegen haben und gegen die es in der Mehrzahl (deutliche) Niederlagen gab.

          Doch das zählt von der kommenden Woche an nicht mehr, sagt Trainer Rich Chernomaz. Denn: „Dann beginnt eine völlig neue Saison.“ Die aktuellen Formschwankungen seiner Truppe, die fünf der zurückliegenden acht Spiele verlor, bereiten ihm auch keine Sorgen: „Wenn es darauf ankommt, sind wir bereit.“ Vor allem das Überzahlspiel, bis Weihnachten eine der Stärken der Lions, ließ zuletzt sehr zu wünschen übrig. Zwar liegt das Team mit einer Powerplayquote von rund 21 Prozent noch immer auf dem ersten Platz des internen DEL-Vergleichs, doch von der Konsequenz, mit der anfangs der numerische Vorteil ausgenutzt wurde, ist wenig übriggeblieben – was auch mit den Verletzungen von Richie Regehr oder Jason Marshall (siehe nebenstehender Bericht) zu tun hat.

          Verwirrung um Torwarttalent Thomas Ower

          Chernomaz reagierte darauf mit umfangreichem Training in dieser Woche, bei dem vor allem die Spezial-Teams ausgiebig gefordert wurden und an ihrer Form feilten. „Sehr, sehr ruhig“ sei die Stimmung im Team, von Aufregung oder spürbarer Vorfreude auf die Endrunde, so Chernomaz, sei nichts zu spüren: „Jeder weiß, dass die Zeit des Redens nun vorbei ist.“ Definitiv ausfallen wird bis auf weiteres Peter Smrek. Der Verteidiger ließ sich in seiner slowakischen Heimat bei einem befreundeten Arzt wegen des Muskelfaserrisses in der Schulter behandeln. Wann er wieder einsatzfähig ist? „Keine Ahnung“, sagte Manager Dwayne Norris – Play-off-Zeit ist immer auch die Zeit der großen Verschwiegenheit, um der Konkurrenz bloß keinen Blick in die Karten zu gestatten.

          Für Verwirrung sorgte bei den Lions die Nachricht, dass das 22 Jahre alte Torwarttalent Thomas Ower für die kommende Saison unter Vertrag genommen worden sei. Entsprechend hatte sich sein bisheriger Klub EC Bad Tölz am Montag geäußert. „Da ist aber nichts dran“, stellte Norris am Donnerstag klar, „ich habe nur mit seinem Berater gesprochen und Interesse signalisiert, dass wir uns ihn gut bei den Lions vorstellen können.“ Ower, der zum besten Keeper der Oberliga gewählt wurde, steht auf dem Wunschzettel vieler DEL-Klubs. Ob die Frankfurter nach den Irritationen der vergangenen Tage noch zu den Interessenten zählen, verriet Norris nicht: „Ich teile aus Prinzip nur mit, wenn ein Wechsel perfekt ist.“ Fest steht, dass der Klub sich im Sommer von Schlussmann Boris Ackers trennen wird. Der 25-Jährige, der sich gegen Ian Gordon nicht durchsetzen konnte, wurde informiert, dass er sich nach drei Jahren am Ratsweg einen neuen Arbeitgeber suchen muss.

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