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Schweben über volle Straßen : Wie Seilbahnen den Verkehrskollaps verhindern sollen

  • -Aktualisiert am

Kein Spielzeug: Jürgen Follmann will mit Studierenden der Hochschule Darmstadt den Transport in Städten verändern. Bild: Astrid Ludwig

Frankfurt gilt als Pendlerhauptstadt Deutschland. Das wirkt sich auch auf den Verkehr aus. Ein Darmstädter Professor und seine Studierenden wollen daher die Seilbahn als Transportmittel etablieren. Die Technologie hat durchaus Potential.

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          Die Idee kam Jürgen Follmann beim Skifahren. In La Plagne, einem Mega-Skigebiet in Frankreich, sind Autos nicht zugelassen. Seilbahnen verbinden stattdessen die Menschen nicht nur mit den Skipisten, sondern auch mit den verschiedenen Ortsteilen. „Die Kabinen fahren bis spätabends. Die Seilbahn wird als ÖPNV genutzt“, erzählt der 60 Jahre alte Professor für Bauingenieurwesen an der Hochschule Darmstadt. Die Idee des schwebenden Transportmittels ließ den Verkehrsplaner seither nicht mehr los. In Rio de Janeiro, La Paz und Kolumbien gehören Seilbahnen längst zum Verkehrsbild. Warum sollte das nicht auch im Rhein-Main-Gebiet funktionieren?

          Im Wintersemester 2016/17 befasste sich auf Follmanns Anregung erstmals eine Masterstudentin der Hochschule in einem Forschungsprojekt mit dem Thema, recherchierte urbane Seilbahnprojekte weltweit. In Deutschland verkehren solche Bahnen bisher nur für touristische Zwecke, etwa in Koblenz hoch zum Deutschen Eck. „Sie wird sehr gut angenommen und hat einen riesigen Push für das dortige Quartier ausgelöst“, schwärmt Follmann. Die Stadt plane jetzt, die Bahn in das öffentliche Nahverkehrsnetz zu integrieren.

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