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Rhein-Main : Regionalverband legt Pläne für Windräder aus

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„Können die Energiewende nur im Konsens schaffen“: Birgit Simon, Erste Beigeordnete des Regionalverbands Frankfurt/Rhein-Main Bild: Dieter Rüchel

Wo Windräder im Rhein-Main-Gebiet aufgestellt werden sollen, können Interessierte von Montag bis zum 25. April einsehen. Die Pläne werden in allen Kreishäusern des Verbandsgebiets ausgelegt.

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          Zur Planung von Windrädern rund um Frankfurt können Bürger, Verbände, Kommunen und potenzielle Investoren in den nächsten zwei Monaten ihre Meinung sagen. Von Montag bis zum 25. April liege der Vorentwurf des „Sachlichen Teilplans Erneuerbare Energien“ in allen Kreishäusern des Verbandsgebiets aus, teilte der Regionalverband FrankfurtRheinMain mit. Außerdem werde er im Internet veröffentlicht.

          Es sei ein wichtiges Anliegen, dass sich möglichst viele Menschen äußern, „denn nur auf einer breiten Basis und im Konsens können wir die Energiewende auch wirklich schaffen“, sagte die Erste Beigeordnete Birgit Simon (Die Grünen). Alle Stellungnahmen würden geprüft. „Gute Vorschläge greifen wir auf und arbeiten sie in den Plan ein.“

          Widerstand aus der Bürgerschaft

          Zu Wochenbeginn sind schon sieben Windräder im Usinger Land genehmigt worden. Die Anlagen sollen noch in diesem Jahr in Betrieb gehen - Protesten aus der Bevölkerung im Hochtaunus zum Trotz. Auch in Taunusstein gibt es Widerstand gegen geplante Windräder.

          Im Ballungsraum rund um Frankfurt hat der Regionalverband 0,9
          Prozent der Verbandsfläche für Windräder vorgesehen. Diese sogenannten Vorrangflächen umfassen 2180 Hektar, die 28 Einzelflächen liegen vorwiegend in der Wetterau und im Hochtaunuskreis.

          Bouffiers Appell

          Im Regionalverband sind 75 Kommunen aus dem Ballungsraum um Frankfurt und die Kreise Groß-Gerau, Hochtaunus, Main-Kinzig, Main-Taunus, Offenbach und Wetterau vertreten. Zu den Aufgaben des Verbands gehören der regionale Flächennutzungsplanung und die Landschaftsplanung.

          Windrad-Standorte beschäftigen auch weiter die Landesregierung. Zur Wochenmitte hat Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) an Bundesenergieminister Sigmar Gabriel (SPD) appelliert, geplante Windkraftanlagen mit Vertrauensschutz auszustatten, obwohl Gabriel den Ausbau im Inland beschränken will.

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