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Rhein-Main-Region : Auf direktem Weg zur Bundestagswahl 2013

  • Aktualisiert am

Erika Steinbach aus Frankfurt sitzt für die CDU im Bundestag. Bild: Kretzer, Michael

In 13 Monaten wollen CDU und SPD in der Region möglichst viele Wahlkreismandate holen.

          7 Min.

          Gut ein Jahr vor der Bundestagswahl zeichnet sich in vielen Bundestagswahlkreisen ab, welche Kandidaten die beiden großen Parteien CDU (CSU in Aschaffenburg) und SPD in den Wahlkreisen nominieren wollen. Mancherorts, wie in Frankfurt und Aschaffenburg, zeichnen sich schon jetzt innerparteiliche Kampfabstimmungen ab. Andernorts scheint die Nominierung ohne größere Diskussion zu erfolgen. Die Kandidaten der übrigen Parteien werden in dieser ersten Übersicht nicht genannt, weil sie nach jetzigem Stand wohl keinen der Wahlkreise gewinnen werden. Mit welchen Kandidaten von SPD und Union zu rechnen ist, zeigt die Prognose der Korrespondenten im Rhein-Main-Gebiet.

          In der größten hessischen Stadt Frankfurt stehen sowohl bei der CDU als auch bei der SPD Kampfkandidaturen an. Während sich in der Union im östlichen Bundestagswahlkreis 183 die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen, Erika Steinbach, und der Vorsitzender der dortigen Jungen Union, Ulf Homeyer, für eine Bewerbung interessieren, hat der Bundestagsabgeordnete Matthias Zimmer im westlichen Wahlkreis 182 wohl keine Konkurrenz zu erwarten. Die Wahlkreisdelegierten werden die Kandidaten voraussichtlich im Januar 2013 bestimmen.

          Die Bundesfamilienministerin für Wiesbaden

          In der SPD stehen in beiden Bundestagswahlkreisen parteiinterne Ausscheidungen bevor. Im Frankfurter Osten haben bislang die Chefin der Frankfurter SPD-Frauen, Ulrike Nissen, und die Vorsitzende des Ortsvereins Dornbusch, Sylvia Kunze, ihre Bewerbung angekündigt. Im westlichen Wahlkreis werden wohl der frühere Bundestagsabgeordnete Gregor Amann und der Vorsitzende des Ortsvereins Westend, Muzaffer Yilmaz, gegeneinander antreten. Weitere Interessenten sind nicht ausgeschlossen.

          In Wiesbaden gilt es als sicher, dass Bundesfamilienministerin Kristina Schröder abermals für die CDU kandidieren wird. Die 35 Jahre alte promovierte Politikwissenschaftlerin errang das Direktmandat im Herbst 2009 im dritten Anlauf. Vorher hatte sich die Sozialdemokratin Heidemarie Wieczorek-Zeul durchsetzen können. Die 69Jahre alte frühere Entwicklungshilfeministerin hat schon vor einiger Zeit ihren Rückzug aus der Politik angekündigt. Wer an ihrer Stelle für die SPD im Bundestagswahlkreis179 antritt, ist offen.

          Grummeln in einigen Stadtverbänden

          Im Wahlkreis Darmstadt (186), zu dem die Stadt und der westliche Teil des Kreises Darmstadt-Dieburg zählen, wird es zumindest bei der CDU eine Änderung geben: Andreas Storm kandidiert nicht mehr. Er gehörte von 1994 bis 2009 dem Bundestag an, war Parlamentarischer Staatssekretär, unterlag bei der vergangenen Wahl aber mit 45 Stimmen Differenz im Kampf um das Direktmandat und schaffte es auch nicht über die Landesliste wieder in das Parlament. Inzwischen ist er Sozialminister im Saarland. Die CDU aus Stadt und Landkreis richtete eine Findungskommission ein, die einen Kandidaten vorschlagen soll. Gerüchtehalber wird die frühere Kultusministerin Karin Wolff als Bewerberin für Berlin genannt. In der SPD gilt die frühere Bundesjustizministerin Brigitte Zypries als gesetzt.

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