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F.A.Z.-Hauptwache : Hamsterkäufe, Hanau, Hessisches Staatsballett

  • Aktualisiert am

Hamsterkäufe sorgen für leere Regale bei einzelnen Waren in einem Supermarkt im Frankfurter Gallusviertel. Bild: Patricia Andreae

Die Verunsicherung der Bevölkerung durch das Coronavirus zeigt sich in Hamsterkäufen. In Hanau hat die Ditib-Moschee einen Drohbrief bekommen. Das und was sonst noch wichtig ist in Rhein-Main, steht in der F.A.Z.-Hauptwache.

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          Guten Morgen,

          fast nur schlechte Nachrichten heute.

          Das Coronavirus setzt sich jetzt in Hessen und damit auch im Rhein-Main-Gebiet fest. Zehn Fälle wurden bisher registriert, die gute Nachricht lautet, dass auch die jüngsten Patienten, drei in Frankfurt, einer im Kreis Groß-Gerau, ein Mann in Wetzlar und eine Frau in Lampertheim, keine oder nur leichte Krankheitssymptome zeigen. Die Verunsicherung der Bevölkerung zeigt sich in Vorratskäufen, für die am Samstag viele Zeit hatten. Nudeln, Tomatensauce, Mineralwasser und Toilettenpapier – die Supermärkte erleben eine Sonderkonjunktur, während es in anderen Branchen trübe aussieht, die Lufthansa will die Zahl der Kurzstreckenflüge deutlich reduzieren. Kulturfreunde immerhin erweisen sich als nervenstark: Nur wenige hatten für die Aufführungen am vergangenen Wochenende ihre Eintrittskarten zurückgegeben.

          Hanau bleibt in Unruhe. Die dortige Ditib-Moschee hat einen Drohbrief bekommen, in dem das Attentat vor zwei Wochen gutgeheißen und die Opfer verhöhnt werden. Jetzt hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen. Im Gespräch mit der F.A.Z. sagte Adem Aslan vom Hanauer Ditib-Vorstand, schon in der Vergangenheit seien Drohbriefe an die Gemeinde geschickt worden. In der derzeitigen Situation seien sie aber noch unfassbarer als sonst.

          89 Opfer in Volksmarsen

          Eine Woche nach der Gewalttat im nordhessischen Volkmarsen hat sich die Zahl der Opfer abermals erhöht, und zwar auf nunmehr 89. „Es werden fast stündlich immer noch mehr“, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag in Kassel. Viele bemerkten erst jetzt die psychischen Folgen der Tat oder hätten sich über Schmerzen zunächst keine größeren Gedanken gemacht. Das Motiv des Mannes, der an Rosenmontag das Auto in die Menschenmenge steuerte, ist weiter unklar.

          Und außerdem sind bei einer Diskussion des Verkehrsclubs Deutschland am Samstag Befürworter und Gegner des geplanten Eisenbahntunnels unter Frankfurt hindurch aufeinander getroffen, mehr dazu in der Rhein-Main-Zeitung +++ ist das Hessische Staatsballett in Darmstadt umjubelt worden, warum und wieso lässt sich in unserem Aufmacher von Kollegin Eva-Maria Magel auf der Kulturseite nachlesen +++ steht wiederum auf unserer Verbraucherseite, wie man an seine Entschädigung kommt, wenn ein Flug Verspätung hat.

          Und außeraußerdem soll hier in eigener Sache angemerkt werden, dass sich am Wochenende in der Redaktion Großes ereignet hat: erstens ist der Kollege Hans Riebsamen, Redakteur seit 1989, nach nicht weniger als 17.000 Artikeln in den Ruhestand verabschiedet worden, und zweitens hat die Rhein-Main-Zeitung nach der Umstellung am gestrigen Sonntag von heute an eine neue Gliederung und optische Auffrischung. Wie schick und schön sie ist, kann man hier leider nicht sehen. Trotz aller Verbesserungen ist sie aber immer noch für den gleichen Preis im gutsortierten Handel erhältlich.

          Einen Tag ohne Viren und bei Hamsterkäufen stets volle Regale wünscht Ihnen

          Ihr Manfred Köhler

          Wetter

          Heute scheint nur vorübergehend die Sonne. Die Wolken verdichten sich rasch, und dann regnet es bei maximal 8 Grad. Nachts ist es bei 2 Grad wieder trocken, am Dienstagmorgen klart es auf.

          Geburtstag haben heute

          Peter Lerchbaumer, in Frankfurt lebender Theater- und Filmschauspieler (75); Bernd Fülle, Geschäftsführender Direktor des Staatstheaters Wiesbaden (71); Götz Rehn, Gründer und Geschäftsführer des Biolebensmittelhändlers Alnatura, Darmstadt (70); Brigitte Holz, Präsidentin der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen, Wiesbaden (66); Michael Quast, Schauspieler und Regisseur, Leiter der Fliegenden Volksbühne, Frankfurt (61); Frank Heinricht, Vorstandsvorsitzender der Schott AG, Mainz (58); Winfried Wilhelmy, Direktor des Mainzer Dom- und Diözesanmuseums (58); Jörg Blaurock, Technischer Geschäftsführer der GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH und der Fair GmbH, Darmstadt (56); Stefan Hantel, alias "Shantel", in Frankfurt lebender Musiker und Musikproduzent (52).

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