https://www.faz.net/-gzg-ae0h3

Rettung für bedrohte Arten : Der Steinbruch als Schutzraum

Artenschutz in ressourcenreichen Räumen: Der Naturschutzbund Deutschland will die Artenvielfalt auch in der Nähe von Steinbrüchen erhalten. Bild: Hans Dieter Erlenbach

Ein Projekt zeigt: Naturschutz und Rohstoffgewinnung lassen sich sehr gut miteinander in Einklang bringen. NABU entwickelt Konzepte für Steinbrüche, die so zu einem Rettungsanker für bedrohte Arten werden können.

          2 Min.

          Belange von Natur- und Artenschutz lassen sich mit der Rohstoffgewinnung in Einklang bringen, wenn sich Naturschützer und Unternehmen zur Zusammenarbeit finden. Dafür gibt eine Kooperation des Landesverbandes Hessen des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) mit der Mitteldeutschen Hartstein-Industrie ein Beispiel. Vor fünf Jahren hatten NABU und Mitteldeutsche Hartstein-Industrie eine Vereinbarung getroffen zu Bestandsaufnahmen, Planungen und Realisierung von Artenschutzprojekten in 13 von der Unternehmensgruppe in Hessen und im benachbarten Rheinland-Pfalz betriebenen Steinbrüchen.

          Wolfram Ahlers
          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für Mittelhessen und die Wetterau.

          Beide Seiten haben jetzt eine positive Bilanz des bislang Erreichten gezogen und deshalb beschlossen, das Projekt zu verlängern. Dass ein Unternehmen den Artenschutz in den laufenden Betrieb integriere, sei vorbildlich, sagte NABU-Landesvorsitzender Gerhard Eppler. Nach Ansicht von Christoph Hagemeier, Vorstandssprecher der MHI-Gruppe, würden die Konflikte bei Flächenansprüchen für den Rohstoffabbau der Thematik nicht gerecht. Vielmehr gebe es auf den Flächen der Mitteldeutschen Hartstein-Industrie vor, während und nach dem Abbau viel Raum für Natur und Artenvielfalt.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          : Aktion

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Der französische Präsident Emmanuel Macron inspiziert im Juli 2019 im Hafen von Cherbourg das atomgetriebene U-Boot „Suffren“.

          U-Boot-Deal : Frankreich fühlt sich hintergangen

          Zwischen Paris und Washington knirscht es gewaltig: Frankreich ist wegen des U-Boots-Deals der Vereinigten Staaten mit Australien erbost. US-Außenminister Blinken versuchte die Wogen in Paris zu glätten – erfolglos.
          Gemischte Gefühle bei der Rückkehr nach Deutschland.

          Fußball-Weltmeister Özil : Diese Wunde schließt sich nicht

          Mesut Özils Rückkehr ist bedrückend. „Scheiß-Türken“, heißt es von der Tribüne beim Spiel von Fenerbahce Istanbul gegen die Eintracht. Am Tag danach macht er deutlich: Sein Platz ist jetzt anderswo.
          Der Betrieb hält sich in Grenzen: ein Blick ins fast leere Impfzentrum Sachsen (Dresden)

          Geringe Quoten im Osten : Impfen? Nicht mit mir!

          In Ostdeutschland sind die Corona-Impfquoten auffallend niedrig. Was ist der Grund dafür? Ein Soziologe sieht den Widerstand gegen die Spritze als Teil der grundlegenden Protesthaltung gegenüber der Regierung.