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Rettung für bedrohte Arten : Der Steinbruch als Schutzraum

Artenschutz in ressourcenreichen Räumen: Der Naturschutzbund Deutschland will die Artenvielfalt auch in der Nähe von Steinbrüchen erhalten. Bild: Hans Dieter Erlenbach

Ein Projekt zeigt: Naturschutz und Rohstoffgewinnung lassen sich sehr gut miteinander in Einklang bringen. NABU entwickelt Konzepte für Steinbrüche, die so zu einem Rettungsanker für bedrohte Arten werden können.

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          Belange von Natur- und Artenschutz lassen sich mit der Rohstoffgewinnung in Einklang bringen, wenn sich Naturschützer und Unternehmen zur Zusammenarbeit finden. Dafür gibt eine Kooperation des Landesverbandes Hessen des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) mit der Mitteldeutschen Hartstein-Industrie ein Beispiel. Vor fünf Jahren hatten NABU und Mitteldeutsche Hartstein-Industrie eine Vereinbarung getroffen zu Bestandsaufnahmen, Planungen und Realisierung von Artenschutzprojekten in 13 von der Unternehmensgruppe in Hessen und im benachbarten Rheinland-Pfalz betriebenen Steinbrüchen.

          Wolfram Ahlers
          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für Mittelhessen und die Wetterau.

          Beide Seiten haben jetzt eine positive Bilanz des bislang Erreichten gezogen und deshalb beschlossen, das Projekt zu verlängern. Dass ein Unternehmen den Artenschutz in den laufenden Betrieb integriere, sei vorbildlich, sagte NABU-Landesvorsitzender Gerhard Eppler. Nach Ansicht von Christoph Hagemeier, Vorstandssprecher der MHI-Gruppe, würden die Konflikte bei Flächenansprüchen für den Rohstoffabbau der Thematik nicht gerecht. Vielmehr gebe es auf den Flächen der Mitteldeutschen Hartstein-Industrie vor, während und nach dem Abbau viel Raum für Natur und Artenvielfalt.

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