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Der Lokaltermin : Mandu, Bulgogi und Makgeolli

Auch unter Koreanern beliebt: das „Yuyumi“ Bild: Wonge Bergmann

Ein „Vapiano“ auf Koreanisch - so fällt das Ambiente des „Yuyumi“ im Gallus aus. Aber im Restaurant sind auch koreanische Gäste zufrieden. Ein gutes Zeichen. Der Lokaltermin.

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          Das gute Zeichen sitzt hinten in der Ecke, an der großen Fensterfront zum Innenhof. Es ist ein halbes Dutzend Koreaner, eine Familie mit Kindern und ein paar Freundinnen. Ihnen allen scheint es zu schmecken, aus vielen kleinen und großen Schüsseln essen sie mit Stäbchen und plaudern unentwegt. Nein, sie seien nicht zum ersten Mal hier, sagen die jungen Frauen. Und ja, das sei hier zwar keine Spitzenküche, aber leckeres Essen zu fairen Preisen.

          Peter Badenhop
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Ein koreanisches Restaurant mit zufriedenen koreanischen Gästen - das ist wirklich ein gutes Zeichen. Vor allem, wenn man bedenkt, dass das „Yuyumi“ eigentlich deutsche Wurzeln hat. Dahinter steckt nämlich der Frankfurter Lior Ehrlich, Gründer der „Sam’s Sportsbar“ und der „Trattoria Amici“ mit ihren inzwischen zahlreichen Filialen in der Stadt. Vor einem Dreivierteljahr hat der umtriebige Gastronom an der Düsseldorfer Straße schon einen Retro-Imbiss mit dem Namen „Frankwurster“ eröffnet, nun ist vor ein paar Monaten gleich nebenan seine „Korean Well Being Cuisine“ hinzugekommen.

          Nationalgericht Kimchi fällt sehr milde aus

          Das „Yuyumi“, das auch schon einen Ableger in München hat, ist gewissermaßen „Vapiano“ auf Koreanisch: In einem schlichten, modernen Ambiente in den Leitfarben Weiß, Braun und Grün bestellt der Gast am Küchentresen sein Essen, wählt ein Getränk aus dem Kühlschrank, zahlt und bekommt einen Pager, der sich meldet, wenn die Gerichte fertig sind. Zudem werden fünf Varianten des „Korean BBQ“ angeboten: Dabei wird eine große Platte mit Fleisch und Gemüse für zwei Personen am Tisch serviert und dort von den Gästen auf einem Tischgrill selbst gegart.

          Das Angebot orientiert sich an den Standards der koreanischen Küche: Als Vorspeisen gibt es etwa Mandu, gebratene Teigtaschen mit einer Glasnudel-Schweinefleisch-Füllung (3,90 Euro), Shigunchi, blanchierter Spinatsalat mit Sesamöl, und natürlich Kimchi, sauer eingelegter Chinakohl mit Chili, der allerdings sehr mild ausfällt (je drei Euro).

          Solide Alltagsküche geboten

          Als Hauptspeisen werden eine Reihe von Reis- und eine Auswahl an Nudelgerichten angeboten, zum Beispiel das klassische Bulgogi, dünngeschnittenes, mariniertes Rindfleisch, das mit Gemüse und Sesam-Soja-Soße gebraten und auf Reis serviert wird (7,90 Euro). Wer typische koreanische Schärfe mag, bestellt zum Beispiel Ojinger Bi Bim, in Chilipaste marinierte und mit Gemüse gebratene Tintenfischstreifen (8,50 Euro). Wer lieber auf Fleisch verzichten möchte, wählt das erstaunlich schmackhafte Teriyaki-Tofu mit Gemüse, Honey-Mustard-Sauce und Mandeln (7,90 Euro).

          Das ist solide Alltagsküche zu verträglichen Preisen - auch zum Mitnehmen. Als traditionellen Drink gibt es dazu in der Kühltheke Makgeolli, ein naturtrübes Reisbier aus Korea, das ein bisschen wie perlender, trockener Sake schmeckt - und leider genauso gewöhnungsbedürftig ist wie die laute Beschallung der Gäste mit internationaler Popmusik. Diesbezüglich könnte es im „Yuyumi“ ruhig noch ein wenig koreanischer zugehen.

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