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F.A.Z.-Hauptwache : Relativ, prominent, chaotisch

Streitfall: Städtische Bühnen in Frankfurt Bild: Daniel Vogl

Wie viel Geld muss Frankfurt investieren, um die bauliche Zukunft seiner Bühnen zu sichern. Welche Städte sind im Pott für die Autoschau IAA? Wann wird die Paulskirche saniert? Die F.A.Z.-Hauptwache gibt Antworten.

          2 Min.

          Guten Morgen!

          Matthias Alexander

          Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Ob eine Sache teuer ist oder nicht, das ist immer relativ. Rund 800 Millionen Euro wird die Stadt investieren müssen, um die bauliche Zukunft der Städtischen Bühnen zu sichern. Das sind immerhin etwa 100 Millionen Euro weniger als jene Summe, die eine Machbarkeitsstudie im Jahr 2017 errechnet hatte. Die 800 Millionen Euro würden übrigens fällig, falls sich die Stadt entscheiden sollte, Oper und Theater in zwei getrennten Neubauten unterzubringen. Was die anderen Planungsvarianten – kleine und große Sanierung sowie ein Neubau am jetzigen Standort Willy-Brandt-Platz – kosten würden, haben wir vorab für Sie recherchiert. Am heutigen Donnerstag wird Kulturdezernentin Ina Hartwig die Zahlen auf einer Pressekonferenz im Detail präsentieren. Und dann wird das interessierte Publikum hoffentlich auch erfahren, welche Variante die Dezernentin selbst bevorzugt.

          Am morgigen Freitag gilt es, dann wird eine prominent besetzte Delegation aus Frankfurt in Berlin beim Verband der Automobilhersteller dafür werben, dass die Internationale Automobil-Ausstellung auch künftig am bewährten Standort stattfindet. Sechs weitere Städte bewerben sich um die Autoschau. Auf der Wirtschaftsseite der Rhein-Main-Zeitung wägt Falk Heunemann die Chancen der Bewerber ab. Berlin gilt vielen Beobachtern als Favorit, aber wir können uns beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Messe in die Hauptstadt vergeben wird, wo Chaoten besonders leichtes Spiel hätten, ihren Protesten den nötigen Widerhall zu verschaffen. Köln hat da schon bessere Aussichten.

          Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass es ohne den Einsatz von Verkehrspolizisten zum Chaos käme, dann wäre er jetzt erbracht. Viele Autofahrer in Frankfurt haben nämlich einen Beschluss des Oberlandesgerichts so gedeutet, dass es keine Kontrollen mehr gebe und sie frei parken könnten, wo sie wollen. Das OLG hatte am Montag mitgeteilt, dass der Einsatz von Mitarbeitern privater Unternehmen bei der Überwachung des ruhenden Verkehrs nicht zulässig sei, weil es sich um eine hoheitliche Aufgabe handele.

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          F.A.Z.-Newsletter „Hauptwache“

          So beginnt der Tag in Frankfurt und Rhein-Main: das Wichtigste in Kürze, mit Hinweisen auf mobile Blitzer, Straßensperrungen, Gaststätten.

          Die Ankündigung der Stadt, diese Praxis sofort zu beenden, verleitete viele Autofahrer zu der Annahme, nun gebe es gar keine Kontrollen mehr. Ein Irrtum, die verbliebenen städtischen Mitarbeiter verteilten gestern sogar deutlich mehr Knöllchen als sonst. Im Interview von Mechthild Harting verrät der Chef der Verkehrspolizei auch, ob etwas an dem Gerücht dran ist, dass die Stadt mit den Strafzetteln Geld verdient.

          Und außerdem wird die Paulskirche erst nach der 175-Jahr-Feier der Nationalversammlung im Jahr 2023 saniert werden +++ muss der Salafist Bilal G., der einem Jugendlichen geholfen hatte, nach Syrien zu reisen, wo er bei Kämpfen fiel, ins Gefängnis +++ hat der AfD-Bewerber keine Chance auf den Einzug ins Landtagspräsidium.

          Einen angenehmen Tag wünscht Ihnen

          Ihr Matthias Alexander

          Heute in „Leben in Rhein-Main“

          Heiner Müller ist auf den hiesigen Bühnen längst nicht mehr so präsent wie einst. Der serbische Regisseur Milos Lolic inszeniert am Schauspiel Frankfurt „Quartett“, die Figuren hat er dabei verdoppelt. Wir stellen die Idee dahinter vor.

          Wetter

          Heute ist es zunächst neblig, später stark oder wechselnd bewölkt. Bei maximal 2 Grad bleibt es aber trocken. In der Nacht lockert es auf, bald bildet sich aber Nebel bei minus 6 Grad.

          Geburtstag haben heute

          Hans-Dieter Resch, Dirigent und Komponist, Ehrensenator der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Frankfurt, Träger der Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt (88); Ernst Padberg, Herausgeber der "Börsen-Zeitung", Beiratsvorsitzender der WM-Gruppe, Frankfurt (69); Thomas Dielmann, Geschäftsführender Gesellschafter des Darmstädter Schuhhauses Dielmann (60); Michael Henning, Vorsitzender der Frankfurter Kinderhilfestiftung (54); Kai Ostermann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leasing AG, Bad Homburg (52); Nicola Beer (FDP), Mitglied des Europäischen Parlaments, von 2013 bis April 2019 Generalsekretärin ihrer Partei, Frankfurt (50); Marion Klomfass, Mitbegründerin und Leiterin des Filmfestivals Nippon Connection, Frankfurt (50).

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