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De’Longhi in Neu-Isenburg : Trend zum Erleben und Genießen

Mit Kaffeeautomaten voll im Trend: Stephan Patrick Tahy, Chef der De’Longhi Deutschland GmbH Bild: Wolfgang Eilmes

Kaffee-Vollautomaten verkaufen sich bestens. Das verschafft der deutschen Tochter des italienischen Herstellers De’Longhi in Neu-Isenburg Spitzenumsätze. Im Programm des Hauses finden sich auch Geräte der Marke Braun.

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          Auf ihren Kaffee lassen die Deutschen nichts kommen. Der deutsche Kaffeemarkt ist nach den Vereinigten Staaten und Brasilien der drittgrößte der Welt. Nach Angaben des Deutschen Kaffeeverbands konsumierte jeder Deutsche 2015 rund 162 Liter Kaffee. Damit sei es das mit Abstand am meisten konsumierte Getränk in Deutschland.

          Eberhard Schwarz

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Kreis Offenbach.

          Stephan Patrick Tahy wird es recht sein. Auch der Geschäftsführer der De’Longhi Deutschland GmbH trinkt gerne Kaffee: „Heute mehr als früher, weil die Qualität hier eine andere ist.“ In einer Ecke seines Büros im ersten Stock des Bürogebäudes „Stadttor“ an der Carl-Ulrich-Straße in Neu-Isenburg, mitten in der Stadt, steht eine Nespresso-Kapselmaschine, mit der sich der 50 Jahre alte Tahy eine Tasse Kaffee zubereitet, wenn ihm danach ist.

          Erfolg ruht auf drei Pfeilern

          Dass auf dem Gerät das Logo des italienischen Elektrokonzerns prangt, versteht sich von selbst. Die Maschine bekommt allerdings Konkurrenz aus gleichem Haus: Wenn ihm der Sinn danach steht, läuft Tahy ein paar Schritte zum Empfang, um die Dienste des dort plazierten De’Longhi-Vollautomaten in Anspruch zu nehmen und eine Tasse Kaffee, Espresso, Cappuccino oder Latte Macchiato zu genießen.

          1995 wurde die De’Longhi Deutschland GmbH gegründet. Ende 2012 zog das Unternehmen von Seligenstadt-Froschhausen nach Neu-Isenburg um. Tahy ist seit September vergangenen Jahres dort tätig und konnte gleich Rekordzahlen aus der Deutschlandzentrale vermelden: Mit einem Umsatz von 254 Millionen Euro erwies sich 2016 als bisher bestes Geschäftsjahr. 2015 hatte der Umsatz noch bei 239 Millionen Euro gelegen.

          Das Unternehmen vertreibt aber nicht nur Produkte der Marke De’Longhi. Seit 2001 gehört die britische Kenwood Appliances Plc. zur De’Longhi-Gruppe. 2012 wurden von Procter & Gamble zudem die Markenrechte an den Küchen- und Haushaltsgeräten der Traditionsmarke Braun erworben. Der Erfolg des vergangenen Jahres ruhte denn auch auf drei Pfeilern: De’Longhi-Kaffeevollautomaten, Kenwood-Haushaltsgeräten, Stabmixern und Dampfbügeleisen von Braun.

          Braun-Entwicklungsabteilung im selben Gebäude

          Die ganze Produktpalette präsentiert De’Longhi Deutschland in einem Ausstellungsraum im Erdgeschoss des „Stadttors“. Kaffee-Vollautomaten mit klangvollen Namen wie „Primadonna Elite“, „Eletta Cappuccino Top“ und „Dinamica“ konkurrieren dort um die Aufmerksamkeit von Fachhändlern, die das Unternehmen besuchen, mit Braun-Geräten wie dem Stabmixer Multiquick 9 und diversen Dampfbügeleisen sowie Kenwood-Küchenmaschinen, die „Cooking Chef“ oder „Titanium“ heißen.

          In einer Showküche lassen sich Mahlzeiten zubereiten. Gourmetkoch Johann Lafer, den Kenwood als Markenbotschafter gewonnen hat, wäre von der Ausstattung sicherlich begeistert. Fachverkäufer bekommen dort Gelegenheit, die Geräte auszuprobieren.

          Knapp 120 Mitarbeiter sind für die De’Longhi Deutschland GmbH tätig. In Neu-Isenburg befinden sich Verwaltung, Vertrieb, Marketing und Service. Im selben Gebäude residiert auch die Braun-Entwicklungsabteilung, die allerdings zu einem separaten Unternehmen, der De’Longhi Braun Household GmbH, mit knapp 110 Beschäftigten in Deutschland gehört. Tahy wurde in Heidelberg geboren und wohnt in Neustadt an der Weinstraße.

          Deutschland als größter Markt

          Die Rhein-Main-Region kennt er trotzdem sehr gut: Vor seinem Wechsel zu De’Longhi wirkte er fast zehn Jahre als Geschäftsführer und „Vice President“ für Deutschland, Österreich und die Schweiz, später als „Vice President & Country Manager Central and Eastern Europe“ bei dem Spielwarenkonzern Mattel. In seine Zeit dort fiel 2014 der Umzug der Mattel-Deutschlandzentrale von Dreieich nach Frankfurt.

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