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Reisen in der Pandemie : Familien wollen wieder in die Ferne

Wohin geht die Reise? Über diese Frage werden viele Hessen wohl auch nach Beginn der Sommerferien noch grübeln. Bild: Lakuntza, Nerea

In 17 Tagen beginnen in Hessen die Sommerferien. Viele buchen angesichts von Corona und den damit verbundenen Ungewissheiten lieber kurzfristig.

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          Am Frankfurter Flughafen stehen die Zeichen rund zwei Wochen vor Beginn der hessischen Sommerferien ganz klar auf Sonne, Sand und Meer: Palma de Mallorca ist in diesem Juni das Reiseziel, zu dem täglich die meisten Flugzeuge abheben, die Lieblingsinsel der Deutschen hat die früheren Topreiseziele aus Frankfurt, etwa Berlin und London, abgehängt. Auch die Reisebüros melden leicht veränderte Vorlieben bei der Reiselust der Deutschen: Hinter dem unbestrittenen Favoriten Spanien sind nach Angaben des Deutschen Reiseverbandes (DRV) Griechenland und die Türkei aktuell die Reiseziele, für die am meisten Buchungen eingehen. Alle beide sind schon immer beliebte Ziele, üblicherweise sind aber Länder wie Italien und Österreich gefragter. Grundsätzlich seien es momentan vor allem Familien, die sich entschließen, doch in die Ferne zu reisen.

          Inga Janović
          Redakteurin im Regionalteil der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortliche Redakteurin des Wirtschaftsmagazins Metropol.
          Helmut Schwan
          Freier Autor in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Deutschen und die Hessen kommen langsam wieder in Reiselaune, Deutschland bleibt auch 2021 ihr beliebtestes Ziel, aber weitaus mehr Menschen als im vergangenen Sommer wagen sich zumindest bis in andere europäische Länder. Noch sind all diese Befunde nur Trends, und die Zahlen, die dahinterstehen, kommen kaum an die Hälfte dessen heran, was in der Branche vor der Pandemie üblich war. Wie die Bilanz am Ende der Ferien aussehen wird, vermag noch niemand vorauszusagen. Denn nachdem das Virus den Menschen so oft Flexibilität abverlangt hat, wollen diese sich offenbar nur noch ungern festlegen und buchen ihren Urlaub kurzfristig. Und obwohl der Anteil der Reisen per Flugzeug nach einem Einbruch auf 26 Prozent im vergangenen Jahr Umfragen zufolge nun auf etwa 40 Prozent ansteigen soll, fährt die Mehrheit der Urlauber, etwa 60 Prozent, weiterhin lieber mit dem eigenen Auto.

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