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Blaulicht in Rhein-Main : Polizist schießt Mann an – Geldautomat gesprengt

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Messerstecher unterwegs: In Fulda sucht die Polizei noch einen dritten Angreifer. Bild: dpa

Die Polizei kontrolliert in Heppenheim zweimal den selben. In Fulda kommt es zu einer Messerstecherei. Außerdem gab es im Zugverkehr eine Störung. Und in Offenbach wurde ein Geldautomat gesprengt.

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          Limburg/Wiesbaden. Nach längeren Ermittlungen hat die Polizei in Limburg eine Gruppe von Personen gefasst, die sich mit gefälschten Ausweispapieren illegal in Deutschland aufhielten. Bei der Durchsuchung von vier Objekten in Limburg seien die Fälschungen entdeckt und 20 Beschuldigte vorläufig festgenommen worden, teilte die Polizei am Montag in Wiesbaden mit. Die Ermittlungen waren wegen des Verdachts der Urkundenfälschung und damit verbundener Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz geführt worden. Da die Betroffenen einer unmittelbaren und freiwilligen Ausreise aus Deutschland eingewilligt hätten, seien sie noch am selben Tag mit dem Flugzeug in ihr Heimatland Albanien gebracht worden.

          Groß-Zimmern. Weil er mehrfach Frauen sexuell belästigt haben soll, wird gegen einen 19 Jahre alten Mann aus Münster im Kreis Darmstadt-Dieburg ermittelt. Wie aus einer Meldung der Polizei vom gestrigen Montag hervorgeht, war der Mann vergangenen Freitag erstmals auffällig geworden, weil er sich in mehreren öffentlichen Verkehrsmitteln „auffallend nah zu weiblichen Fahrgästen gesetzt hatte und sie sexuell bedrängte“, wie es hieß. Dank einer Personenbeschreibung sei der alkoholisierte Fahrgast gegen 19 Uhr in einem Bus bei Groß-Zimmern ausfindig gemacht und vorläufig festgenommen worden. Nach einer Blutentnahme kam er wieder frei.

          „Doch die Entlassung währte nicht lange, denn der Beschuldigte zeigte sich offenbar unbelehrbar“, schreibt die Polizei weiter. Schon am folgenden Tag sei er abermals gegen 19 Uhr festgenommen worden – zuvor soll er eine 21 Jahre alte Frau im Bus der Linie 672 vom Darmstädter Luisenplatz nach Dieburg unsittlich berührt haben. Nach einer weiteren Blutprobe kam er wieder frei, heißt es in der Mitteilung. Die Kriminalpolizei ermittelt.(sojo.)

          Taunusstein: Ein Polizist hat in Taunusstein im Rheingau-Taunus-Kreis auf einen Mann geschossen und ihn dadurch schwer verletzt. Wie es genau dazu kam, ist bislang unklar. Die Staatsanwaltschaft Wiesbaden und das Hessische Landeskriminalamt teilten am Montag mit, dass eine Streife der Polizei am Sonntagmittag im Stadtteil Neuhof im Einsatz gewesen sei. Auch die Feuerwehr sei vor Ort gewesen.

          Im weiteren Verlauf des Einsatzes habe ein Polizist geschossen. Für den von dem Schuss getroffenen Mann bestehe derzeit keine akute Lebensgefahr mehr, er werde stationär in einem Krankenhaus behandelt, berichteten die Ermittler am Montagnachmittag. Sie machten wegen der noch laufenden Ermittlungen keine weiteren Angaben, auch nicht zur Identität des Mannes.

          Frankfurt. Die Hintergründe des Messerangriffs auf einen Obdachlosen im Frankfurter Bahnhofsviertel sind weiter unklar. Das 41 Jahre alte Opfer sei bisher noch nicht vernehmungsfähig, teilte ein Sprecher der Polizei am Montag mit. Der Mann war mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gekommen und operiert worden. Der 17-Jährige, der auf den Obdachlosen eingestochen haben soll, ist dem Sprecher zufolge wieder auf freiem Fuß. Der Beschuldigte sei nach einer Vorführung vor dem Haftrichter aufgrund fehlender Haftgründe wieder entlassen worden. Die Tat hatte sich laut Polizeiangaben am Sonntagmorgen vor einem Kiosk ereignet. Der 17-Jährige soll demnach unvermittelt auf den 41-Jährigen zugetreten sein, in Richtung seines Oberkörpers gestochen haben und geflüchtet sein. Eine Polizeistreife hatte den Tatverdächtigen laut Angaben festnehmen können, das Messer hatte er dabei.

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