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Energiewende : Der Stoff, aus dem die Träume sind

  • -Aktualisiert am

Ein Baustein: Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir glaubt, dass sich beim Pkw auch „viel effizientere“ Batterielösungen durchsetzen werden. Bild: dpa

Hessen will die Nutzung von Wasserstoff vorantreiben. So mancher in Politik und Wirtschaft wünscht sich dabei allerdings deutlich mehr Druck und höheres Tempo von Seiten der schwarz-grünen Landesregierung.

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          Für den hessischen Wirtschafts-, Energie- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Die Grünen) ist Wasserstoff nur eines von mehreren wichtigen Elementen auf dem Weg zu einem klimafreundlichen Energiesystem. Wasserstoff sei ein knappes Gut, weil er unter hohem Energieaufwand gewonnen werden müsse, machte Al-Wazir jüngst in einer Debatte im Hessischen Landtag klar. „Wasserstoff wird es also nicht im Überfluss geben.“ Deshalb werde dieser Energieträger nach seiner Überzeugung in den nächsten Jahrzehnten vor allem auf An­wendungsgebiete beschränkt bleiben, wo es keine andere klimafreundliche Lösung gebe – etwa in der Stahlerzeugung, im Luftverkehr oder im interkontinentalen Schiffsverkehr.

          Ralf Euler
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung, verantwortlich für den Rhein-Main-Teil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Begeisterung hört sich anders an. Die FDP warf der schwarz-grünen Koalition denn auch vor, deren Engagement für Wasserstoff als umweltfreundlichen Ener­gieträger lasse zu wünschen übrig. „Wasserstoff ist die Zukunft“, sagte der FDP-Fraktionsvorsitzende im Wiesbadener Landtag, René Rock. „Er ist klimaneutral, technologieoffen, wirtschaftlich und in vielen Bereichen einsetzbar.“ Doch während sich andere Länder auf den Weg machten und Strategien entwickelten, um eine Wasserstoff-Infrastruktur aufzubauen und zu fördern, bleibe der hessische Energieminister passiv. Dabei habe gerade Hessen wegen zuletzt wieder steigender CO2-Emissionen al­len Grund dafür, aktiv zu werden. „Hessen braucht eine Neuausrichtung seiner Energiepolitik“, forderte Rock.

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