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Unternehmen in Hessen : Zahl der Firmeninsolvenzen im Mai abermals gestiegen

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Die Pflicht zur Insolvenzantragsstellung für Unternehmen ist bis Ende September ausgesetzt – dennoch steigen die Zahlen der Anmeldungen weiter. (Symbolbild) Bild: dpa

Den vierten Monat in Folge haben mehr hessische Unternehmen Insolvenzverfahren beantragt – der Anstieg fiel mit 3,1 Prozent allerdings geringer aus.

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          In der Corona-Krise haben abermals mehr hessische Unternehmen Insolvenz bei Gericht eingereicht. Im Mai gab es 135 beantragte Insolvenzverfahren, wie das Statistische Landesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Davon wurden 86 Verfahren eröffnet und 49 mangels Masse abgewiesen.

          Die Zahl der beantragten Firmeninsolvenzen stieg damit um 3,1 Prozent zum Vormonat April und um 9,8 Prozent zum Mai 2019. Die Summe der voraussichtlichen Forderungen belaufe sich auf knapp 1,3 Milliarden Euro.

          Im Mai haben damit den vierten Monat in Folge mehr hessische Unternehmen Insolvenzverfahren bei Gerichten beantragt. Der Anstieg fiel aber nun geringer aus. Im April und März war die Zahl noch um knapp 34 beziehungsweise 22 Prozent zum Vorjahresmonat gestiegen.

          Das Bundesjustizministerium hatte wegen der Corona-Krise die Pflicht zur Insolvenzantragsstellung für Unternehmen, die durch die Pandemie geschädigt sind, bis Ende September ausgesetzt. Insolvenzexperten warnen daher vor einer verzögerten Pleitewelle. Der Kreditversicherer Euler Hermes etwa rechnet mit einem deutlichen Anstieg der Firmeninsolvenzen ab Herbst.

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