https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/region-und-hessen/yaskawa-kommt-nach-hattersheim-noch-ein-global-player-17102574.html

Yaskawa kommt nach Hattersheim : Noch ein Global Player

  • -Aktualisiert am

Künftig in Hattersheim: Die Europazentrale von Yaskawa zieht aus Eschborn an den Main. Bild: Foto: Yaskawa

Die Europazentrale des japanischen Konzern Yaskawa wird von Eschborn nach Hattersheim verlegt. Nach den Rechenzentren E-Shelter und Digital Realty gelingt es der Stadt abermals, ein innovationsfreudiges Unternehmen zu gewinnen.

          2 Min.

          Die neue Europazentrale des japanischen Konzerns Yaskawa entsteht für 23 Millionen Euro im Hattersheimer Industriepark an der Philipp-Reis-Straße. Auf einem gut 8000 Quadratmeter großen Areal wird ein vierstöckiges Bürogebäude für 220 Mitarbeiter mit Parkhaus, Innovationszentrum, Schulungsgebäude und Showroom errichtet. Der bevorstehende Umzug von Eschborn nach Hattersheim hat für das global agierende Unternehmen laut dem Präsidenten und CEO der Yaskawa Europe GmbH, Bruno Schnekenburger, praktische Gründe. Die bisherige Immobilie sei zu klein geworden, in Eschborn habe es an Flächen für eine Erweiterung gefehlt; außerdem sollte sich der Neubau mit Rücksicht auf die Mitarbeiter in der Region befinden.

          Heike Lattka
          Korrespondentin der Rhein-Main-Zeitung für den Main-Taunus-Kreis.

          Nach den Rechenzentren E-Shelter und Digital Realty gelinge es abermals, ein innovationsfreudiges Unternehmen für die Stadt zu gewinnen, hob Bürgermeister Klaus Schindling (CDU) am Montag hervor. Binnen weniger Jahre sei die Stadt von einem weißen Fleck zum anerkannten Standort für internationale Konzerne geworden.

          Wissen war nie wertvoller

          Lesen Sie jetzt F+ 30 Tage kostenlos und erhalten Sie Zugriff auf alle Artikel auf FAZ.NET.

          JETZT F+ LESEN

          Mit Yaskawa siedelt sich ein 105 Jahre altes Unternehmen an. In der Zentrale wird die Arbeit von 23 europäischen Standorten sowie von Niederlassungen in Afrika und dem Mittleren Osten und von acht Produktionswerken gemanagt. Mit einem Jahresumsatz von rund 3,8 Milliarden Euro entwickelte sich der Konzern von einem Motorenhersteller zunächst zum Automatisierungsanbieter und schließlich zum Spezialisten für Industrieroboter, Frequenzumrichter und Servomotoren. Seit 2012 umfasst das Portfolio ebenso Steuerungstechnik, Visualisierungssysteme und Chip-Lösungen der aufgekauften ehemaligen Vipa GmbH in Herzogenaurach. Yaskawa wurde fünf Jahre hintereinander als eines der 100 innovativsten Unternehmen der Welt ausgezeichnet, wie Schnekenburger sagt.

          Neubau soll 2022 bezogen werden

          Für die Ansiedlung eines Global Players lege die Stadt schon einmal den Turbo ein, hob Schindling hervor. Der Zeitplan für den Bau der Europazentrale ist eng gesteckt: Schon im ersten Quartal des nächsten Jahres plant Yaskawa den ersten Spatenstich für den Neubau, der 2022 bezogen werden soll. Die Architekten Feldmann und Weimer Bau errichten ein Energieeffizienzhaus. Alle Büros auf einer Gesamtfläche von 3450 Quadratmetern erhalten große Fensterfronten. Zur Ausstattung zählt eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach. Das Parkhaus mit 177 Stellplätzen ist mit mehreren Ladestationen für Elektrofahrzeuge ausgestattet.

          Besonderer Clou wird nach den Worten von Marketing-Direktor Armin Schlenk das integrierte Innnovationszentrum mit Showroom sein. Dort sollen Trends gezeigt werden, die erst in drei Jahren Produktionsreife erlangten. Es soll Kunden, Lieferanten, aber auch Besuchern offen stehen. Ein besonderes Angebot macht das Unternehmen den örtlichen Schulen: Offensiv betreibe Yaskawa Kooperationen, habe hierfür gute Kontakte mit der Industrie- und Handelskammer Frankfurt/Rhein-Main geknüpft und schon Erfahrung mit einer Bonner Schule gemacht, berichtete Schlenk.

          Voraussetzung sei jedoch das Interesse aus der Lehrerschaft, die auf schon fertige Konzepte ihrer Bonner Kollegen zurückgreifen könnten. Das Angebot zu praxisnahen Workshops stehe den Hattersheimer Schulen offen. Hier könnten die Schüler erste Eindrücke über die Programmierung von Robotern gewinnen und Einblicke in neue Arbeitswelten erhalten. Ziel des Unternehmens sei es, auf möglichst breiter Ebene einen Beitrag dazu leisten, die junge Generation auf die Zukunft vorzubereiten, sagte Schlenk.

          Kommentar zum Thema

          Weitere Themen

          Feldmann und kein Ende

          Heute in Rhein-Main: : Feldmann und kein Ende

          Ob Oberbürgermeister Feldmann im Amt bleibt, könnte bald in der Hand der Frankfurter liegen. Gleichzeitig ringt die Stadt darum, wie auf öffentlichen Plätzen gefeiert werden darf. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.

          Topmeldungen

          Will nicht gehen: Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann

          Feldmann und Frankfurt : Die Stadt bin ich

          Die Weigerung Peter Feldmanns, als Frankfurter Oberbürgermeister zurückzutreten, zeigt die Schwächen der Hessischen Gemeindeordnung auf. Kommt Feldmann als doppelter Sieger aus der Affäre?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.
          Frankfurt Jobs
          Jobs in Frankfurt finden
          Immobilienmarkt
          Immobilien kaufen, mieten und anbieten
          Immobilienbewertung
          Verkaufen Sie zum Höchstpreis