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Wilke aus Nordhessen : Robert-Koch-Institut bestätigt drei Todesfälle

  • -Aktualisiert am

Ein Firmen-Lkw-Anhänger steht auf dem Werksgelände des nordhessischen Wurstherstellers Wilke. Bild: dpa

Der Skandal um den nordhessischen Wurst-Hersteller Wilke zieht noch weitere Kreise als bisher angenommen. Das Robert-Koch-Institut bestätigt drei Todesfälle außerhalb Hessens.

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          Den mit Keimen belasteten Wurstwaren des nordhessischen Herstellers Wilke werden jetzt drei Todesfälle aus den Jahren 2017 und 2018 zugeordnet. Das hessische Verbraucherministerium war bis gestern nach eigenen Angaben noch von zwei Toten ausgegangen.

          Ewald Hetrodt

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung in Wiesbaden.

          Doch dann wurde es von Journalisten auf ein im Internet veröffentlichtes „Epidemiologisches Bulletin“ des Robert-Koch-Institutes vom 10. Oktober aufmerksam gemacht. Dort ist von einem „nicht näher benannten Betrieb aus Hessen“ die Rede. Listerien auf Lebensmitteln der Firma wiesen „eine sehr nahe Verwandtschaft“ mit Keimen auf, die bei einem untersuchten Listeriose-Ausbruch festgestellt worden seien, heißt es in dem dreiseitigen wissenschaftlichen Text. „Davon sind 3 Patienten (in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt) als direkt oder indirekt an der Listerios verstorben übermittelt.“ Dazu zählten auch die bisher bekannten zwei Todesfälle, sagte eine Sprecherin des Ministeriums. Zu seit Tagen kursierenden Berichten über angebliche Todesfälle in Niedersachsen konnte sie sich nicht äußern.

          Der nordhessische Landkreis Waldeck-Frankenberg, der für die Überwachung und die
          Schließung der Wilke Waldecker Fleisch- und Wurstwaren GmbH in Twistetal-Berndorf verantwortlich war, sprach bislang von zwei Opfern aus Südhessen. Davon ist im Bulletin des Robert-Koch-Instituts nun nicht mehr die Rede.

          Auch hessische Studentenwerke sind betroffen. In Gießen wurden nach Angaben des Studentenwerks Putenbrust, Koch- und Frühstücksschinken der Firma Wilke aus dem Sortiment genommen. Das Studentenwerk Marburg hat nach eigener Darstellung erst aus den Medien von dem Hygienemangel erfahren. Brötchen mit Wilke-Salami habe man danach umgehend aus dem Verkauf entfernt. Das Studentenwerk Kassel gibt an, acht Dosen Würstchen aus dem Sortiment genommen und an einen Zwischenhändler zurückgegeben zu haben. Die Studentenwerke Frankfurt, Darmstadt und Mainz teilten mit, sie hätten keine Wurst der Firma verwendet.

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