https://www.faz.net/-gzg-9izjj

Kameras und stärkere Zäune : Wildpark will Sicherheit nach Ausbruch von Wölfen verstärken

  • Aktualisiert am

Aufrüstung: Unter anderem die Zäune will die Leitung des Wildparks Knüll verstärken Bild: dpa

Nach dem Ausbruch von zwei Wölfen aus dem Wildpark in Homberg (Efze) läuft eines der Tiere noch frei herum. Derweil rüstet der Park-Betreiber auf. Denn es war nicht der erste Vorfall dieser Art.

          Nach dem erneuten Ausbruch von zwei Wölfen hat der Wildpark Knüll im nordhessischen Homberg/Efze bessere Sicherheitsvorkehrungen angekündigt. Die Zäune in dem Wolfs- und Bärengehege werden verstärkt, wie die Parkleitung zusammen mit Landrat Winfried Becker (SPD) erklärte. Zudem sollen unabhängige Experten die Anlage begutachten, wie es hieß.

          Auch Kameras sollen zur Überwachung des 7000 Quadratmeter großen Geheges installiert werden. „Die Frage der Sicherheit steht für uns an oberster Stelle“, betonte Becker, der sich über die erneute Wolfsflucht ärgerte. „Mir ist zweimal definitiv zuviel.“

          Wolf erschossen

          Am Freitag haben zwei der zehn Wölfe mehrere Zäune überwunden und liefen durch den für Besucher zu der Zeit aber geschlossenen Park. Ein Wolf sei aus Sicherheitsgründen erschossen worden. Dem zweiten Wolf gelang die Flucht aus dem Park. Er hält sich derzeit mutmaßlich an einem unbekannten Ort in der Region auf.

          Luchse inklusive: Wildpark Knüll in Homberg/Efze

          Bereits im Februar 2018 gab es einen Wolfsausbruch, der aber weitgehend folgenlos blieb. Die Sicherheitsvorkehrungen seien danach verstärkt worden, sagte Parkleiter Wolfgang Fröhlich. Doch sie waren offenbar nicht ausreichend, um die Wölfe vollends abzuhalten.

          „Keine Gefahr für Bevölkerung“

          Wenn der Wolf in freier Wildbahn gesichtet werde und eine Gefahr für Nutztiere bestehe, gebe es die Möglichkeit, dass der entkommene Wolf geschossen werde, kündigte Landrat Becker an. Von einer Gefahr für die Bevölkerung gehen Wildpark und Kreis nicht aus. Es sei aber denkbar, dass er sich in der Nähe von Siedlungen zeige.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Klimapaket der Regierung : Worauf sich die Koalition geeinigt hat

          Die Spitzen der Koalition haben sich auf eine Klimastrategie geeinigt. Künftig müssen für CO2-Ausstoß Zertifikate gekauft werden, der Plan einer CO2-Steuer ist dafür vom Tisch. Für Bürger sollen im Gegenzug einige Entlastungen kommen.
          Millionen Zuschauer wollen die Fußball-Nationalmannschaft spielen sehen. Doch auf welchem Sender können sie das künftig?

          Telekom kauft alle Live-Rechte : Fußball-EM 2024 erstmals ohne ARD und ZDF

          Die Telekom hat sich die Live-Rechte an allen 51 Spielen der Fußball-Europameisterschaft in Deutschland im Jahr 2024 gesichert. Das hat die F.A.Z. exklusiv erfahren. Damit gehen die Öffentlich-Rechtlichen Sender ARD und ZDF erstmals leer aus.

          Verfassungsschutz bei Youtube : Humor gegen Dschihadismus

          Nordrhein-Westfalens Verfassungsschutz will den Salafismus dort bekämpfen, wo er bisher freie Hand hatte: in der Youtube-Welt der Jugend. Ein Satire- und ein Informationsformat klären über das Thema auf.
          In einem Bierzelt wie diesem kam es auf der Münchner Wiesn zum sexuellen Übergriff.

          Übergriff auf dem Oktoberfest : Wiesn-Grabscher zu Geldstrafe verurteilt

          Im vergangenen Jahr kam es auf dem Münchner Oktoberfest zu einem sexuellen Übergriff, bei dem ein Mann einer Frau an Brust und Gesäß griff. Kurz vor Beginn des diesjährigen Fest ist nun das Strafmaß verkündet worden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.