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Studie in Wiesbaden : Die Innenstadt als Forschungsobjekt

Im Wandel: Welche Geschäfte und Gaststätten in der Wiesbadener Innenstadt wieder öffnen, ist noch unklar. Bild: Samira Schulz

Die Landeshauptstadt lässt den Zustand ihrer Innenstadt wissenschaftlich unter die Lupe nehmen. Die Daten sollen es den Politikern erleichtern, das Geschehen in Wiesbaden zu lenken.

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          Noch ist es zu früh, um die ökonomischen Auswirkung der Pandemie auf die Innenstadt abschätzen zu können. Denn erst am Mittwoch ist in Wiesbaden die Ausgangssperre gefallen, und bis zur nächsten Lockerungsstufe werden noch einige Tage vergehen. Erst dann wird sich zeigen, welche Geschäfte nach der Zäsur der Lockdown wieder öffnen. Und ob Bürger und Besucher langfristig ihr Einkaufs- und Konsumverhalten ändern, lässt sich auch nicht absehen. Die Landeshauptstadt bereitet sich mit einem „Masterplan“ auf die Revitalisierung der Fußgängerzonen vor. Um alles zu lenken, benötigt die Kommunalpolitik allerdings eine solide Daten- und Entscheidungsgrundlage.

          Oliver Bock
          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Rheingau-Taunus-Kreis und für Wiesbaden.

          Dazu arbeitet die Stadt eng mit dem Geographischen Institut der Universität Mainz unter Leitung von Anton Escher zusammen. Das Institut wird die Innenstadt insgesamt als „Forschungsgegenstand“ definieren. In der Praxis bedeutet dies, dass etwa 150 Studenten bis Mitte August für ihr verpflichtendes „Geländepraktikum“ in Wiesbaden ausschwärmen werden. In der Innenstadt, also dem Areal zwischen Wilhelmstraße, Taunusstraße, Bismarckring, Kaiser-Friedrich-Ring und Hauptbahnhof, sollen sie beobachten, kartieren, die Erdgeschosszone fotografieren und sowohl die Gastronomen als auch Passanten anhand eines Leitfadens befragen.

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