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Citypassage Wiesbaden : Stadt sollte die Leitplanken setzen

  • -Aktualisiert am

Langwierig: Seit 2016 steht die Citypassage in Wiesbaden mittlerweile leer. Bild: Cornelia Sick

Könnte eine innovative Citypassage der Startschuss zur Transformation der Wiesbadener Fußgängerzone zu einem Erlebnisraum werden? Ob die Stadt diese offenen Fragen berücksichtigt hat, ist unklar.

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          Für die Wiesbadener Innenstadt wäre eine wiederbelebte und attraktive Citypassage ein wahrer Segen. Der explosionsartig wachsende Online-Handel und die Folgen der Corona-Pandemie setzen nicht wenige Händler in der Fußgängerzone auch weiterhin massiv unter Druck. Hinzu kommt ein innerstädtisches Umfeld, das in vielen Bereichen nicht mehr die Aufenthalts- und Einkaufsqualität früherer Jahre aufweist. Insbesondere im Wettbewerb mit anderen Städten im Rhein-Main-Gebiet kann es sich Wiesbaden folglich nicht leisten, dieses Filetstück im ungewollten Dornröschenschlaf weiter vergammeln zu lassen.

          Es wäre unfair, das Scheitern früherer Verhandlungen der Stadtspitze anzulasten, denn die Vereinbarungen mit dem Düsseldorfer Projektentwickler Development Partner schienen noch 2019 auf einem guten Weg. Dann kam es zu Verzögerungen sowie Unstimmigkeiten, und schließlich setzte die Pandemie den Plänen ein Ende. Nun aber haben sich die Rahmenbedingungen grundlegend geändert. Die spannende Frage wird daher lauten, welches Konzept für die neue Citypassage als tragfähig erachtet wird. Dabei wird die Wiesbadener Holding einen Spagat vollführen müssen. Einerseits müssen die Renditeerwartungen von Investoren erfüllt werden, zugleich soll die Passage ein dauerhaft attraktives Element in der Fußgängerzone werden.

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