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Weihnachten in Wiesbaden : Schneeflocken statt Sternschnuppen

  • -Aktualisiert am

Runde Sache: Eröffnungsabend des Sternschnuppenmarkts im vergangenen Jahr Bild: Cornelia Sick

Der Sternschnuppenmarkt in Wiesbaden fällt in diesem Jahr aus. Die hessische Landeshauptstadt setzt dennoch auf Lichterglanz zur Weihnachtszeit. Zum Beispiel wird es leuchtende Lilien geben.

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          Die hessische Landeshauptstadt wollte sich ihren Sternschnuppenmarkt unter Corona-Bedingungen rund 430.000 Euro kosten lassen, obwohl sich die Großveranstaltung eigentlich durch die Beiträge der Standbetreiber selbst trägt. Doch daraus wird bekanntermaßen nichts. Der Markt in Wiesbaden fällt aus. Ausgeben wird die Stadt das Geld dennoch, damit beim Bummel durch die Fußgängerzone trotz Maskenpflicht vorweihnachtliche Gefühle aufkommen können. Wiesbaden gewährt ihrer Tochter Triwicon rund 205.000 Euro. Diese Summe fließt in die Weihnachtsdekoration und Weihnachtsbeleuchtung. Weitere 75.000 Euro werden benötigt, um die Kosten der Absage des Weihnachtsmarktes zu kompensieren. Bleiben 150.000 Euro übrig, mit denen der Einzelhandel unterstützt werden soll. Dazu gibt es seine Sympathiekampagne „Einkauf Weihnachten vor Ort“, die von einer Gutscheinaktion für Geschenke flankiert werden soll.

          Oliver Bock

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Rheingau-Taunus-Kreis und für Wiesbaden.

          Beides soll die Wiesbadener animieren, in den Geschäften der Innenstadt zu kaufen, anstatt nur den Online-Handel zu nutzen. Bei der Vorlage von drei Quittungen aus Wiesbadener Geschäften erhalten die Kunden einen „Wiesbaden-Gutschein“ im Wert von 20 Euro je 150 Euro Umsatz, der bei teilnehmenden Einzelhändlern, Dienstleistern, Restaurants und Hotels sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen eingelöst werden kann. Optisch soll die Weihnachtszeit mit 17 großen, beleuchteten Lilien am Schlossplatz und mit 79 kleineren Lilien in der Fußgängerzone und entlang der Wilhelmstraße angekündigt werden. An Bäumen der Innenstadt werden zudem 50 leuchtende Schneeflocken und ebenso viele Sterne aufgehängt. Nach Angaben der Stadt beteiligt sich auch die Werbegemeinschaft Wiesbaden Wunderbar an der Realisierung der Weihnachtsbeleuchtung und der Aktion zur Unterstützung des Einzelhandels.

          250 goldene Schleifen

          Einen Glanzpunkt setzt seit einigen Tagen der Weihnachtsbaum vor dem Rathaus, der mit 30.000 LED-Blitzlichtern und 250 goldenen Schleifen geschmückt wurde. Vor dem Baum steht die große Weihnachtskrippe. Ergänzend hat die Industrie- und Handelskammer Wiesbaden die Einzelhändler in der Innenstadt aufgerufen, die in der Fußgängerzone stehenden Weihnachtsbäume festlich zu schmücken.

          Wiesbaden Congress & Marketing bietet zudem Kurzrundgänge durch die Stadt an. Vorbehaltlich der im Dezember geltenden Corona-Regeln werden diese Rundgänge am 5., 12. und 19. Dezember angeboten. Start ist jeweils um 15 Uhr, und zu sehen sind die malerische Kulisse von Rathaus, Stadtschloss, Marktkirche und Kurhaus. Mit einem Kopfhörer lässt sich der Rundgang unter Beachtung der Hygiene- und Abstandsregeln genießen. Tickets sind online unter www.wiesbaden.de/tickets erhältlich. Treffpunkt ist die Touristinformation am Marktplatz. Angeboten wird außerdem eine Besichtigung der neugotischen Marktkirche inklusive Orgelspiel und Turmbesteigung auf 30 Meter Höhe. Planmäßig wird die Turmbesteigung am 2., 9. und 22. Dezember stattfinden. In der Marktkirche erklingt zur Vorweihnachtszeit vom 29. November bis 23. Dezember täglich um 17.45 Uhr „Orgelmusik zum Advent“. Daran schließt sich die Adventsandacht „12 Minuten mit Gott“ an.

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