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Streit um fristlose Kündigung : Klage gegen die Stadt Wiesbaden

  • -Aktualisiert am

Entlastet: Ralph Schüler Bild: CDU

Von den vielen Vorwürfen gegen den früheren Holding-Geschäftsführer Ralph Schüler bleibt knapp zwei Jahre nach dessen Entlassung kaum etwas übrig. Nun steht der Stadt Wiesbaden eine Schadenersatzklage ins Haus.

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          Für Ralph Schüler ist der Zeitpunkt gekommen, sich juristisch gegen seine fristlose Entlassung als Geschäftsführer der Wiesbadener Holding WVV und von zwei weiteren kommunalen Gesellschaften, der Wiesbadener Jugendwerkstatt und der kommunalen Gewerbeimmobilien GmbH, zu wehren. Die Aussichten Schülers, dass die Landeshauptstadt vor dem Landgericht zu Schadenersatzzahlungen verpflichtet wird, scheinen gegeben. Nicht nur weil die Strafanzeigen gegen Schüler wegen vermeintlicher Verfehlungen bislang ausnahmslos ins Leere liefen, sondern auch weil das Revisionsamt der Stadt selbst nach umfassender Prüfung keinen der relevanten Vorwürfe substantiell erhärtet hat.

          Im November 2018 hatte der damalige Oberbürgermeister Sven Gerich (SPD) seinem ehemaligen Duzfreund und Reisegefährten Ralph Schüler einen Brief zugestellt und um Stellungnahme zu 26 Vorwürfen gebeten. Gerich reagierte damit auf Medienberichte, die zahlreiche mögliche Verfehlungen Schülers zusammengetragen hatten. Die Vorwürfe reichten vom Verdacht der Untreue oder Vorteilsnahme bis zur Vermittlung einer Scheinehe.

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