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Wiesbaden Ostfeld : Ohne Gleise kaum vorstellbar

Bald ein Wohngebiet: Das Areal für den künftigen Wiesbadener Stadtteil Ostfeld braucht eine ordentliche Verkehrsanbindung. Bild: Cornelia Sick

Nach dem Grundsatzbeschluss zum neuen Wiesbadener Stadtteil Ostfeld stellt sich die Frage der Verkehrsanbindung. Für ein Musterquartier ist das Auto keine Option.

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          Wenn das Ostfeld als neuer Wiesbadener Stadtteil für bis zu 12.000 Bürger tatsächlich Realität werden sollte, dann nur als ökologisch-nachhaltiges Musterquartier. Darin sind sich die Stadtpolitiker weitgehend einig, auch wenn die Planung noch ganz am Anfang steht. Eine zentrale Frage ist die Erschließung. Das Auto soll nach dem Willen der Stadt im Ostfeld allenfalls eine Nebenrolle spielen. Verkehrsdezernent Andreas Kowol (Die Grünen) spricht von einer „autoarmen Siedlung“. Allein schon deshalb, weil das umliegende Straßennetz nicht dafür ausgelegt sei, den Autoverkehr in den und aus dem Stadtteil störungsfrei aufzunehmen. Von den Autos der 7000 Mitarbeiter des Bundeskriminalamts, die in ihre neue Zentrale im Gewerbegebiet nördlich des Wohnquartiers pendeln wollen, erst gar nicht zu reden.

          Oliver Bock

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Rheingau-Taunus-Kreis und für Wiesbaden.

          Für Stadtentwicklungsdezernent Hans-Martin Kessler (CDU) ist ein Stadtteil Ostfeld ohne Schienenanbindung „nur sehr schwer vorstellbar“. Kessler zählt zu den Befürwortern der Citybahn und sieht „gravierende Auswirkungen“ auf die Stadtentwicklung, wenn die Bürger am 1. November mehrheitlich mit „Nein“ stimmen sollten. Das würde er aber nicht als Grundsatzentscheidung gegen die Schiene deuten, sondern nur als Ablehnung der zur Abstimmung stehenden Trasse.

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