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Gesperrte Salzbachtalbrücke : „Den ganzen Dreck kriegen wir dann ab“

Kein Zug kommt: Stille im Wiesbadener Hauptbahnhof Bild: Frank Röth

Chaos wegen einer maroden Autobahnbrücke: Der Wiesbadener Hauptbahnhof ist verlassen und die A66 an der gesperrten Salzbachtalbrücke ist leer. Dafür quälen sich Auto- und Lastwagenkolonnen durch die Landeshauptstadt.

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          Durch diese hohle Gasse muss die S-Bahn kommen. Und die anderen Züge auch. Aber sie kommen nicht. Das Salzbachtal, durch das alle wichtigen Gleisverbindungen zum Wiesbadener Hauptbahnhof verlaufen, ist seit dem Wochenende für den Zugverkehr gesperrt. Grund dafür ist die über das Tal führende Autobahnbrücke der A66, deren südlicher Teil so marode ist, dass sich am Freitagnachmittag Risse gezeigt und Betonbrocken gelöst haben. Seitdem ist der zentrale Bahnhof der hessischen Landeshauptstadt auf noch unbestimmte Zeit vom Zugverkehr abgeschnitten.

          Matthias Trautsch
          Koordination Reportage Rhein-Main.

          Am Montag ist die Gleishalle völlig verwaist, die Anzeigetafeln sind geleert, nur eine Familie mit drei kleinen Kindern sitzt am Bahnsteig 3 und sieht ziemlich frustriert aus. „Wir wollten in den Frankfurter Zoo fahren“, sagt der Vater, Ronald Renz. Das mache die Familie traditionell einmal im Jahr. Nun seien nicht nur der Ausflug, sondern auch das bereits gekaufte Zugticket dahin. Denn in einen der Busse, die als Schienenersatzverkehr in Richtung Wiesbadener Ostbahnhof pendeln, will sich der Erbenheimer wegen des Gedränges und der damit verbundenen Corona-Gefahr nicht setzen.

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