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Molnupiravir : Wie sich eine Corona-Arznei billiger herstellen lässt

  • Aktualisiert am

Hoffnungsträger: Medikament Molnupiravir Bild: via REUTERS

Das Corona-Medikament Molnupiravir soll das Risiko schwerer Verläufe verringern. Mainzer Forscher haben untersucht, wie es sich einfacher produzieren lässt.

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          Chemiker der Gutenberg-Universität Mainz haben einen Weg gefunden, wie sich das neue Corona-Medikament Molnupiravir kostengünstiger herstellen lässt. Das Arzneimittel soll schwere Verläufe von Covid-19 verhindern; in Europa ist es noch nicht zugelassen.

          Die Forscher haben mit Kollegen des Massachusetts Institute of Technology und der Uni Graz sowie dem indischen Pharmaunternehmen TCG Life Sciences zwei Synthesewege für Molnupiravir im Kilogramm-Maßstab erprobt. Sie beruhten auf weithin verfügbaren Ausgangsstoffen und könnten von jedem Hersteller genutzt werden. Auf diese Weise lasse sich die Verfügbarkeit des Medikaments auf der ganzen Welt erhöhen, meinen die Wissenschaftler.

          Außerdem könnten so Kosten gesenkt und Schwierigkeiten mit den Lieferketten vermieden werden. Das Projekt unter Leitung des Medicines for all Institute an der Virginia Commonwealth University wurde von der Bill & Melinda Gates-Stiftung finanziell gefördert.

          Der Link zur Studie

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