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Karneval in Zeiten von Corona : Schunkeln gehört dazu

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Lebenszeichen: Im August erinnerten auch Fastnachter mit einem Aufzug vor dem Römer an die Folgen von Corona für das Vereinsleben Bild: Maximilian von Lachner

Schon längst planen Karnevalsvereine die kommende Kampagne. Für Saalveranstaltungen fehlt es aber noch an 2-G-Konzepten – das führt zu Unsicherheit.

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          Ein zweites Jahr in Folge keine Fastnacht zu feiern kommt für Jörg Haft nicht infrage. „Das wäre hart“, sagt der erste Vorsitzende der Fidelen Nassauer 1931, dem Karnevals- und Tanzsportclub Heddernheim. Knapp einen Monat bevor die Karnevalskampagne am 11.11. beginnt, stehen Fastnachtsvereine wie seiner vor großen Herausforderungen. Sie sind mitten in der Planungszeit. Die Veranstaltungen der Clubs bringen im Frühjahr oft Hunderte Menschen zusammen in einen Saal – in Zeiten der Pandemie ist es da schwierig, zurück in die Normalität zu finden.

          Wie viele Vereine in ganz Deutschland, müssen sich auch Fastnachtsvereine mit den großen Gs, die gerade in aller Munde sind, auseinandersetzen. 2 G oder 3 G – wollen die Vereine nur Genesenen und Geimpften, oder auch negativ Getesteten den Zutritt zu ihren Veranstaltungen gewähren? Erst Ende September beschloss der Große Rat der Karnevalsvereine Frankfurt auf einer Delegiertenversammlung, dass die Saalfastnacht nur unter der 2-G-Regelung durchgeführt werden könne. Wer also nicht geimpft oder genesen ist, kann nicht teilnehmen, egal ob Vereinsmitglied oder nicht. „Wir haben in die bittere Pille gebissen“, sagt Haft.

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