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Todesstrafe, Wahlalter und Co. : Wie entscheiden die Hessen über die Verfassungsreform?

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Herausforderung: Schon für informierte Bürger und versierte Wähler war der Bogen zur Verfassungsreform keine einfache Sache Bild: dpa

Nach der Auszählung war nur vor der Auszählung: Derzeit nehmen sich Wahlhelfer landesweit noch die grünlichen Stimmzettel zur Verfassungsreform vor. Erste Ergebnisse zeigen einen klaren Trend.

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          Bei der Volksabstimmung zur Verfassungsreform in Hessen ist der erste Wahlkreis ausgezählt. In Waldeck-Frankenberg I haben die Wähler jeden der 15 Änderungsvorschläge angenommen, wie am Montag aus Daten des Statistischen Landesamtes in Wiesbaden hervorgeht. Die Zustimmung liegt demnach bei fast allen Punkten bei mehr als 80 oder teils sogar bei 90 Prozent und darüber. Die Wähler konnten die Änderungen am Sonntag im Ganzen ablehnen oder annehmen, sich bei einzelnen Punkten aber auch anders entscheiden.

          Zu den umstrittensten Vorschlägen gehörten die Abschaffung der Todesstrafe, das Bekenntnis zu Europa und die Herabsetzung des Wählbarkeitsalters auf 18 Jahre. In Waldeck-Frankenberg lehnten rund 17 Prozent die Abschaffung der Todesstrafe ab, die das Grundgesetz ohnehin schon längst vorgenommen hat. Dem Bekenntnis zu Europa als Bestandteil der Landesverfassung verweigerten ebenfalls rund 17 Prozent ihre Zustimmung. Die Herabsetzung des Wählbarkeitsalters war mit rund 26 Prozent noch unbeliebter.

          Die Auszählung der Stimmen dauerte am Montag noch an. Mit einem Endergebnisse rechne der Landeswahlleiter im Laufe des Dienstags.

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