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Wetter : Januar sieben Grad zu warm - Erste Knospen an Mandelbäumen

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Ski und Rodel schlecht - wie etwa hier bei Kassel oder auf dem Feldberg Bild: picture-alliance/ dpa

Der Januar steuert auf einen Wärme-Rekord zu. Die ersten neun Tage des Monats sind in Hessen sieben Grad wärmer ausgefallen als der Monats-Durchschnittswert. Der Wärmerekord datiert aber aus dem Jahr 1999.

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          Der Januar steuert auf einen Wärme-Rekord zu. Die ersten neun Tage des Monats seien in Hessen sieben Grad wärmer ausgefallen als der Monats-Durchschnittswert, sagte Uwe Kirsche vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Dienstag. Ob der Rekord vom Januar 1975 eingestellt wird, ist allerdings noch nicht klar. Damals war der Januar in Hessen insgesamt 4,5 Grad wärmer als normal.

          Der Januar-Wärmerekord für Hessen liegt derzeit bei knapp 17 Grad und wurde 1999 aufgestellt. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach kletterte die Tagestemperatur in Schaafheim bei Darmstadt am 5. Januar 1999 auf 16,8 Grad, das ist der höchste Januar-Tageswert seit Beginn der Flächen deckenden Aufzeichnungen. In Darmstadt war es am selben 16,0 Grad mild, in Gießen wurden damals 15,5 Grad gemessen. Am 9. Januar 2007 erreichte die Tagestemperatur in Geisenheim/Rheingau 15,0 Grad, im nordhessischen Eschwege 14,5 Grad.

          Erste Knospen an Mandelbäumen

          Trotz der ungewöhnlich warmen Witterung sind die meisten einheimischen Bäume und Sträucher noch nicht aus dem Winterschlaf erwacht. „Das ist nicht nur temperatur-, sondern auch lichtgesteuert. Die Pflanzen wissen auf Grund der kurzen Tageslänge, dass noch Winter ist“, sagte Agrarmeteorologin Brigitte Klante vom Deutschen Wetterdienst in Geisenheim (Rheingau) am Mittwoch der dpa. Derzeit blühten Winterjasmin und Winterschneeball, doch das sei nicht ungewöhnlich. Die Haselnuss fange gerade an: „Aber auch das hat's schon gegeben.“ Dass allerdings Mandelbäume schon Knospen bildeten, sei extrem früh.

          Hoffnung auf winterliche Temperaturen besteht laut Klante immer noch. Statistisch gesehen, beginne die kälteste Periode des Jahres Ende Januar. Unter einem Wintereinbruch würden nach Einschätzung der Agrarmeteorologin vor allem Insekten leiden: „Insekten überstehen zwar kalte Winter gut, haben aber Probleme mit wechselhaftem Wetter.“ Bleibe es aber so mild, seien vor allem Pilzkrankheiten wie Mehltau für die Pflanzen eine Gefahr. Pilze könnten bei den gegenwärtigen Temperaturen gut überleben; wenn die Tage wieder länger würden, drohe eine explosionsartige Vermehrung.

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