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Klarer Sieg in Stichwahl : SPD-Mann Mende neuer Wiesbadener Rathauschef

Glücksmoment: Wahlsieger Gert-Uwe Mende (links) mit seinem gerührten Stadtverbandschef Dennis Volk-Borowski Bild: dpa

Das Rennen um das Amt des Oberbürgermeisters von Wiesbaden ist entschieden. Gert-Uwe Mende (SPD) siegt klar gegen den CDU-Bewerber Eberhard Seidensticker.

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          Wird es Gert-Uwe Mende von der SPD oder der CDU-Kandidat Eberhard Seidensticker? Wiesbaden hat einen neuen Oberbürgermeister gesucht. Die Wähler haben in der Stichwahl entschieden. Der neue Rathauschef heißt Gert-Uwe Mende (SPD). Er hat klar gegen den CDU-Bewerber Eberhard Seidensticker gesiegt und in fast allen Stadtteilen (“Bereichen“) gewonnen.

          Thorsten Winter

          Wirtschaftsredakteur und Internetkoordinator in der Rhein-Main-Zeitung.

          Nach Auszählung aller 260 Wahlbezirke hat Mende 61,8 Prozent der Stimmen auf sich vereinigt. Seidensticker kam folglich auf 38,2 Prozent. So lautet das vorläufige Endergebnis. Im Verlauf der Auszählung büßte Mende stetig ein paar Zehntel ein. Er hielt sich aber stabil und klar über der 60-Prozent-Marke.

          Schwache Wahlbeteiligung

          Die Wahlbeteiligung war schwach. Wie der stellvertretende Wahlleiter Rüdiger Wolf auf Anfrage von FAZ.NET sagte, hatten um 16 Uhr nur 20,7 Prozent der Berechtigten ihre Stimme abgegeben. Bei der Stichwahl 2013 waren es zur gleichen Zeit 27,4 Prozent gewesen und bei der Hauptwahl am 26. Mai sogar 42 Prozent. Allerdings fand seinerzeit auch die Europawahl statt.

          Sieger: Gert-Uwe Mende, hier im Wahlkampf zu sehen, ist neuer Oberbürgermeister von Wiesbaden, er folgt seinem Parteifreund Sven Gerich, der kein zweites Mal antrat

          Nach 16 Uhr ist kein weiterer Zwischenwert der Wahlbeteiligung mehr ermittelt worden, wie Wolf weiter sagte. Zum Abschluss der Auszählung weist der Wiesbadener Wahlleiter eine Beteiligung von 32,1 Prozent aus. Das sind etwa zwei Punkte weniger als bei der Stichwahl 2013. Abgegeben wurden dieses Mal 66.107 gültige Stimmen.

          Knapp 200.000 Wahlberechtigte

           „Wiesbaden hat gezeigt, dass die SPD die
          Wählerinnen und Wähler für sich gewinnen kann, wenn Kandidat, Programm und Kampagne zusammenpassen“, teilte der scheidende SPD-Landesvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel laut dpa mit.

          Insgesamt 189.481 Wahlberechtigte sind zum Urnengang aufgerufen gewesen. Aus dem ersten Wahlgang ging Mende mit 27,1 Prozent hervor und holte das beste Ergebnis aller sieben Bewerber. Er verfehlte aber deutlich die erforderliche absolute Mehrheit. Seidensticker erreichte 24,5 Prozent der Stimmen und sicherte sich knapp vor der Grünen-Bewerberin Christiane Hinninger den Einzug in die Stichwahl.

          Der Oberbürgermeister wird für sechs Jahre gewählt. Gerich hat nach Ermittlungen gegen sich auf eine abermalige Kandidatur verzichtet.

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