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Zwei Zünder entschärft : Weltkriegsbombe in Dillenburg entschärft

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„Entschärft!“ Im Laufe des Tages kommt hoffentlich aus aus Dillenburg die Ansage, die seinerzeit nach der Arbeit an dieser 250-Kilo-Bombe in Potsdam eintraf Bild: ZB

In Dillenburg haben Feuerwerker eine 250 Kilo schwere Weltkriegsbombe entschärft. 500 Anlieger mussten zuvor ihre Wohnungen verlassen. Die Aktion hat auch Folgen für den Bahn- und Autoverkehr gehabt.

          500 Anlieger in Dillenburg können bald wieder in ihre Wohnungen. Denn um 11.22 Uhr meldete die Polizei: „Weltkriegsbombe in Dillenburg entschärft“. 20 Minuten zuvor hatten die Feuerwerker zwei Zünder unschädlich gemacht, wie es im Polizeibericht heißt.

          Vor der Entschärfung einer Weltkriegsbombe im mittelhessischen Dillenburg hatten die Einsatzkräfte mit der Evakuierung begonnen. Im Evakuierungsradius von 500 Meter müssen etwa 500 Bewohner am Sonntag ihre Wohnungen verlassen, so ein Sprecher der Feuerwehr in Dillenburg. Für die betroffenen Bewohner war eine Unterkunft in einer Sporthalle eingerichtet worden.

          Nach Angaben der Stadt wurden wegen der Entschärfung zudem der Bahnverkehr unterbrochen und die Bundesstraße 277 gesperrt. Weil es sich bei dem 250 Kilogramm schweren Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg um eine Brandbombe handelte, hatte die Feuerwehr einen Vorrat von mehr als 36 000 Litern Löschwasser angelegt. Die Evakuierung hatte um 8 Uhr begonnen und war bis 10.10 Uhr planmäßig abgeschlossen, wie es im Polizeibericht heißt.

          Die Fliegerbombe war am Mittwoch bei Sanierungsarbeiten im Stadtteil Niederscheld gefunden worden. Erst vor wenigen Wochen war in der Stadt ein ähnlich großer Blindgänger entschärft worden. „Zwar sind diesmal erheblich weniger Anwohner betroffen als bei der Entschärfung Ende Juni, dennoch ist der Aufwand für alle beteiligten Behörden wieder sehr groß“, hatte ein Sprecher der Feuerwehr am Samstag gesagt.

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