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Wider die Aerosolwolke : Welche Masken vor der Infektion im Büro schützen

Der übliche Schutz gegen Corona: Wie im Bild verbreiten sich Aerosole beim Niesen während des Tragens eines Mund-Nasen-Schutzes. Bild: Technische Hochschule Mittelhessen

Wie kann man die Gefahr verringern, Kollegen im Büro mit Covid-19 anzustecken? Forscher der Technischen Hochschule Mittelhessen haben Schutzmasken und Visiere untersucht. Ventilatoren sollten im Büro demnach ausgeschaltet bleiben.

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          Baumwollmaske, FFP-Maske oder Face Shield? Welcher Gesichtsschutz am besten geeignet ist, die Ausbreitung von eventuell virenhaltigen Aerosolen in geschlossenen Räumen zu bremsen, haben Forscher des Fachbereichs Gesundheit an der Technischen Hochschule Mittelhessen untersucht.

          Sascha Zoske

          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Wissenschaftler um Henning Schneider und Keyvan Sohrabi simulierten dazu die Ausbreitung winziger Partikel, wie sie beim Sprechen, Singen, Husten oder Niesen ausgestoßen werden. Angenommen wurde, dass eine Person an einem Standard-Arbeitsplatz vor einem Büromonitor sitzt und einmal niest. Die Ausbreitung der Aerosolwolke berechneten die Forscher mit der Methode der numerischen Strömungsmechanik. Ihre Kalkulationen überprüften sie mit einem Laserbeuger, der die Verteilung von Partikeln in flüssigen oder gasförmigen Medien messen kann.

          Aerosole verbreiten sich bis zu acht Meter weit

          Niest die Person ohne Maske, breitet sich die Aerosolwolke innerhalb einer Sekunde mehr als zweieinhalb Meter in Niesrichtung aus und kann sich maximal acht Meter ausdehnen. Eine Baumwollmaske verhindert dagegen eine Verbreitung über 1,5 Meter hinaus, verringert die Ausbreitungsgeschwindigkeit und führt dazu, dass die Partikel schnell absinken. Wird die übliche Abstandsregel eingehalten, bietet sie also effektiven Schutz für die Bürokollegen.

          Bestmöglicher Eindämmung aller Gefahren: Mit Visier und Mund-Nasenschutz verbreiten sich Aerosole kaum, das Tragen ist aber höchst unkomfortabel. Bilderstrecke

          Auch FFP-Masken, die den Träger selbst vor einer Ansteckung bewahren können, sind der Simulation zufolge sinnvoll. Weil diese Masken aber dichter sind als ein einfacher Mund-Nase-Schutz, entsteht beim Niesen ein hoher Druck, der dazu führt, dass ein Teil des Aerosols nach oben entweicht.

          Gesichtsvisiere (Face Shields) lenken die Kleinsttröpfchen vor allem nach unten und seitlich nach hinten ab. Auch sie bieten Schutz, wenn der Sicherheitsabstand von eineinhalb Metern eingehalten wird. Am besten schneidet die Kombination aus Face Shield und Baumwollmaske ab – beides zu tragen, ist allerdings nach Ansicht der Projektleiter über einen längeren Zeitraum kaum zumutbar.

          Gefährlich ist laut der Studie die Benutzung eines Tischventilators: Bei geschlossenem Fenster verteilt er die Aerosole binnen weniger Sekunden im ganzen Raum. Sohrabi und Schneider folgern aus den Ergebnissen der Untersuchung, dass das Tragen von Masken in geschlossenen Räumen „unbedingt empfehlenswert“ sei.

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