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Corona-Ausbruch : 35 neue Infektionen in Mainzer Flüchtlingsunterkunft

Das Allianzhaus in Mainz dient der Stadt als Flüchtlingsunterkunft. (Archivbild) Bild: Frank Röth

Damit haben sich insgesamt 52 Menschen im Allianzhaus in Mainz mit dem Virus infiziert. Das hat Auswirkungen auf die rheinland-pfälzische Landesstatistik.

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          In einer Mainzer Flüchtlingsunterkunft sind weitere 35 Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet worden. Damit hat sich die Zahl der Infizierten, die sich im Allianzhaus an der Großen Bleiche bereits seit Mitte Mai in Quarantäne befinden, auf insgesamt 52 Personen erhöht. „Es ist aber keine einzige schwerwiegende Erkrankung dabei“, sagte Dieter Hoffmann, der Leiter des zuständige Gesundheitsamts Mainz-Bingen, am Mittwochabend  in einem Pressegespräch. Die Betroffenen seien zwischen einem und knapp 60 Jahre alt.

          Markus Schug

          Korrespondent Rhein-Main-Süd.

          In den vergangenen Tagen wurden in der Unterkunft vorsorglich 94 Abstriche gemacht. Stadt und Gesundheitsamt gehen davon aus, dass fast alle Bewohner, die sich in der Regel zu dritt ein Zimmer teilten, denn auch positiv seien. Nach Bekanntwerden der ersten Fälle am 14. Mai waren die zunächst betroffenen Familien in ein separates Gebäude in der ehemaligen Gonsenheimer Housing Area verlegt worden. Dennoch konnte dadurch nicht verhindert werden, dass es im Allianzhaus, in dem auf verschiedenen Etagen ursprünglich 132 Personen untergebracht waren, zu weiteren Ansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2 kam.

          Das vierstöckige Gebäude in der Innenstadt soll nach Ablauf der Quarantäne, also möglichst vom 9. Juni an, wieder geöffnet werden. Die ebenfalls getesteten 15 Betreuer sowie die Angestellten des Sicherheitsdienstes haben sich nach Angaben des Sozialdezernenten, Eckart Lensch (SPD), nicht angesteckt.

          Die nun neu hinzugekommenen Infektionen aus Mainz dürften der Grund dafür sein, dass die Zahl der gemeldeten Corona-Fälle in ganz Rheinland-Pfalz erstmals seit zwei Wochen wieder etwas stärker, nämlich um 0,7 Prozent auf 6444 bestätigte Fälle, gestiegen ist. Mehr als neun von zehn Personen, bei denen eine Infektion nachgewiesen wurde, sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums allerdings schon wieder genesen.

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