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Neue Konzepte für Weinberge : Drohnen und Roboter für einen guten Tropfen

  • -Aktualisiert am

Probeflug: Die Hochschule Geisenheim testet, ob Drohnen im Weinbau eingesetzt werden können – etwa um Pflanzenschutzmittel zu versprühen. Bild: Michael Kretzer

Die Zukunft der Steillagen ist rot, wenn es um gut geeignete Rebsorten geht. Neue Konzepte und neue Technik sollen diese Weinberge für die Kulturlandschaft erhalten.

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          Steillagen sind landschaftsprägend. Sie geben Anbaugebieten wie der Mosel und dem Rheingau ihren unverwechselbaren Charakter. Doch der Aufwand der Bewirtschaftung ist hoch. Die Produktionskosten liegen weit über denen gut zu bewirtschaftender Flachlagen. Und kaum ein Konsument ist bereit, für eine Flasche Wein nur deshalb deutlich mehr auf den Ladentisch zu legen, weil Trauben in steilen Hängen gepflegt und mühsam geerntet werden.

          Oliver Bock
          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Rheingau-Taunus-Kreis und für Wiesbaden.

          Dieses Dilemma trifft im Rheingau die hessischen Staatsweingüter besonders hart. Anders als bei privaten Weingütern gibt es keine Familienmitglieder, die den Weinberg bearbeiten. Jede Arbeitsstunde muss bezahlt werden. Und der landeseigene Betrieb ist nach den Recherchen seines Geschäftsführers Dieter Greiner das größte Steillagenweingut Deutschlands. Rund 92 Hektar Weinbergsfläche haben eine Hangneigung von mehr als 30 Prozent. Das hat gravierende ökonomische Konsequenzen: „Mit fehlen dadurch jedes Jahr eine Million Euro an Profit“, sagt Greiner.

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