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Keine Krone für den Rheingau : Weinbaupräsident verärgert über Weinköniginnen-Wahl

  • -Aktualisiert am

Majestäten: Annika Walther (links) als Weinkönigin und Mara Schneider als Prinzessin (rechts) repräsentieren künftig den Rheingau in der Nachfolge von Valerie Gorgus. Bild: Marcus Kaufhold

Der Rheingauer Weinbaupräsident Peter Seyffardt zeigt sich verärgert über Wahl der Deutschen Weinkönigin. Schon seit fast einem halben Jahrhundert hat keine Weinkönigin aus dem Rheingau mehr die Deutsche Weinkrone getragen.

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          Es hätte eine außergewöhnliche Krönungsfeier werden können, wenn eine frisch gekürte Deutsche Weinkönigin ihre Rheingauer Krone an ihre Nachfolgerin abgibt. Doch Valerie Gorgus war am Vorabend von „Rheingau Royal“ unerwartet leer ausgegangen. Dabei hatten viele der 23 Jahre alten Marketingmanagerin im Weingut Robert Weil durchaus zugetraut, die inzwischen fast ein halbes Jahrhundert währende Durststrecke des Rheingauer Weinbauverbands endlich zu beenden. Ulrike Neradt war es 1972 als letzter Rheingauerin gelungen, die Deutsche Weinkrone zu erringen. Seither hält die Veranstaltung in Neustadt an der Weinstraße Jahr für Jahr eine Enttäuschung für die Region zwischen Lorch und Wicker parat.

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          Oliver Bock
          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Rheingau-Taunus-Kreis und für Wiesbaden.

          „Das war keine Niederlage“, sagt Gorgus im Dormitorium von Kloster Eberbach und verwies auf gewinnbringende Erfahrungen und neue Netzwerke. Doch die Tränen sprachen eine andere Sprache, als sich die Gäste von ihren Stühlen erhoben. Gorgus war vorbehalten, ihrer bisherigen Prinzessin Annika Walther aus Hallgarten die Königinnenkrone aufzusetzen.

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