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Weinauktion zu Corona-Zeiten : Versteigerung nur über das Internet

  • -Aktualisiert am

Edle Tropfen: Weingüterleiter Dieter Greiner offeriert Weine von 1921. Bild: Hessische Staatsweingüter

Die Pandemie erzwingt die Abkehr von der klassischen Form der Weinversteigerung im Kloster Eberbach. Und das ausgerechnet mit einem Jahrhundertjahrgang im Angebot.

          3 Min.

          1921 zählt zu den herausragenden Weinjahrgängen des 20. Jahrhunderts. Und weil bei der jährlichen Weinauktion des Verbands der Prädikatsweingüter (VDP) im Kloster Eberbach immer auch ausgewählte Jubiläumstropfen angeboten werden, sehen die Weinfreunde einer besonders spannenden Versteigerung entgegen. Die Staatsweingüter, die über die mit Abstand größte Weinschatzkammer Deutschlands verfügen, offerieren gleich zwei besondere, jeweils 100 Jahre alte Tropfen.

          Oliver Bock

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Rheingau-Taunus-Kreis und für Wiesbaden.

          „Der 1921er ist einer der größten, wenn nicht der größte Weinjahrgang des letzten Jahrhunderts. Weine von außergewöhnlicher Güte wurden vinifiziert“, sagt Staatsweingüter-Geschäftsführer Dieter Greiner. Er hat aus diesem Jahrgang für die Auktion einen Spätburgunder aus dem Assmannshäuser Höllenberg sowie eine Riesling Trockenbeerenauslese aus der Spitzenlage „Erbacher Marcobrunn“ ausgewählt. Laut Greiner war 1921 das trockenste Jahr der davorliegenden 100 Jahre. In der gesamten Vegetationsperiode habe es nur 122 Liter geregnet. Trockenheit und Wärme hätten die perfekte Grundlage für außergewöhnlich gesundes und reifes Lesegut mit einem durchschnittlichen Mostgewicht von 100 Grad Oechsle gelegt. Die zur Versteigerung kommende Marcobrunner Trockenbeerenauslese sei eine von nur noch elf verbliebenen Flaschen: „Eine absolute Rarität.“

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