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Weihnachtsmärkte : Eiszeit und ein Hauch von Exotik

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Der Christbaum: Markenzeichen des Frankfurter Weihnachtsmarktes Bild: AP

Es duftet nach Glühwein und gebrannten Mandeln und von allen Seiten ertönen weihnachtliche Lieder: Die Weihnachtsmärkte im Rhein-Main-Gebiet sind eröffnet.

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          Eines haben alle gemeinsam: In den Gassen duftet es nach Glühwein und gebrannten Mandeln, Tannenzweige, Kerzen und Lichterketten schmücken die Stände, und von allen Seiten ertönen weihnachtliche Lieder. Doch darüber hinaus präsentieren sich die Weihnachtsmärkte im Rhein-Main-Gebiet unterschiedlich.

          Das Markenzeichen des Marktes in Frankfurt vom Montag an bis zum 22. Dezember ist der Christbaum, der fast bis zum Giebel des Römers reicht. Es gibt ein Begleitprogramm mit Adventskonzerten, Turmblasen und Künstlermarkt. Am 1. Dezember läuten zwischen 16.30 und 17 Uhr 50 Glocken die Adventszeit ein. Am Heiligabend ertönt das traditionelle Stadtgeläut zwischen 17 und 17.30 Uhr. Im Frankfurter Palmengarten wird traditioneller Glas- und Holzschmuck ausgestellt, und die Sonderschau „Blüten und Gehölze zur Weihnachtszeit“ zeigt von 30. November bis 6. Januar Hunderte blühende Weihnachtssterne, Christrosen und Amaryllis.

          Wiesbaden will „Shopping mit Genuss verbinden“, und das nicht nur auf dem Sternschnuppenmarkt von morgen an bis zum 23. Dezember auf dem Schlossplatz. Der Sternschnuppenmarkt steht im Zeichen des Stadtwappens: Die blaugoldenen Stände bieten weihnachtliche Leckereien genauso wie Handwerkskunst und Geschenkideen. Vier Tore führen die Besucher zum Markt. Das erleuchtete Himmelsdach mit den fast zehn Meter hohen und zwölf Meter breiten, leuchtenden Lilien vermittelt eine ganz besondere Stimmung. „Eiszeit“ herrscht auch von heute bis zum 13. Januar auf dem „Warmen Damm“: Dort lädt eine 800 Quadratmeter große Eisfläche zum Schlittschuhlaufen ein.

          In Mainz lockt der Weihnachtsmarkt mit Geschichte und Geschichten vor dem mehr als 1000 Jahre alten Martinsdom von Donnerstag bis zum 23. Dezember. Geschichtsträchtig ist nicht nur die Kulisse: Im Gutenberg-Museum können sich die Besucher ihre Weihnachtskarten selbst drucken. Und Geschichten rund um Weihnacht sowie zahlreiche Konzerte gibt es auf der Bühne am Liebfrauenplatz. Die elf Meter hohe Pyramide weist den Weg zu den mehr als 100 Ständen des Weihnachtsmarkts.

          Zwischen Schloss und altem Rathaus findet der Markt in Darmstadt von heute an bis zum 23. Dezember statt. Die zehn Meter hohe Pyramide, die auf dem Marktbrunnen aufgebaut wird, umringen 59 Händler und Schausteller – darunter drei Kinderkarussells sowie elf Imbiss- und Glühweinbuden. Auf der Freilichtbühne auf dem Marktplatz sorgen rund 25 Musik- und Gesangsgruppen für weihnachtliche Stimmung.

          In Rüdesheim verbinden sich Tradition und Exotik auf dem Weihnachtsmarkt der Nationen vom heutigen Montag an bis zum 23. Dezember. Mehr als 120 Stände aus zwölf Ländern bieten in der Drosselgasse ihre Waren feil und stellen Bräuche aus der Heimat vor. Auf dem Marktplatz ist Europas größte Krippenlandschaft mit lebensgroßen Figuren zu sehen. Höhepunkt der Veranstaltungen ist die Thomasnacht am 21. Dezember mit Feuerwerk und Flammenspielen.

          Romantisch geht es in der „Weihnachtsstadt“ Bad Homburg zu – das verspricht jedenfalls der Weihnachtsmarkt am Landgrafenschloss, der jeweils an den Adventswochenenden stattfindet.

          Die Brüder-Grimm-Stadt Hanau verspricht einen „Märchenhaften Weihnachtsmarkt“, der am Freitag beginnt und bis zum 23. Dezember geht. Mehr als 75 Stände sowie Hunderte von Sängern und Bläsern sollen die Besucher „verzaubern“. Und im Rathaus hinter dem Grimm-Denkmal ist Hessens größter Adventskalender zu bewundern.

          Auch am Rathaus-Adventskalender in Rüsselsheim öffnet sich täglich gegen 17 Uhr ein Türchen. Der Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz lockt vom 6. bis 9. Dezember mit Kulinarischem und Musikalischem. Außerdem lädt der Gewerbeverein vom 7. bis 9. Dezember zum Adventsmarkt auf den Löwenplatz.

          Etwa 80 Stände locken in der Innenstadt von Offenbach zum Bummeln und Genießen. Auf der überdachten Bühne wird von heute bis zum 23. Dezember täglich ein Programm für Kinder und Erwachsene geboten. Die barocken Klosterräume der ehemaligen Benediktiner-Abtei in Seligenstadt bieten an den ersten beiden Adventswochenenden das Ambiente für einen weihnachtlichen Kunsthandwerkermarkt. Der Adventsmarkt auf dem historischen Marktplatz öffnet am Mittwoch und geht bis zum 16. Dezember.

          Im Zentrum des Weihnachtsmarkts in Aschaffenburg von Donnerstag bis zum 22. Dezember steht eine Krippe im fränkischen Stil mit lebensgroßen Holzfiguren. 60 Stände laden vor der Kulisse von Schloss Johannisburg zum Bummel ein. Eine Bühne bietet Platz für das kulturelle Rahmenprogramm und einen neun Quadratmeter großen Adventskalender. Eine Weihnachtspyramide und ein Nussknacker begrüßen die Besucher an der Stadthalle.

          Der Odenwälder Weihnachtsmarkt in Michelstadt lockt die Besucher zum historischen Fachwerk-Rathaus und in fast alle Ecken der Altstadt. Von Freitag bis zum 23. Dezember beherrschen Marktstände, Räuchermänner, Nussknacker, Krippe und Pyramide sowie zahlreiche Konzerte und Veranstaltungen die Stadt.

          Hoch hinauf geht es am 15. und 16. Dezember zum Weihnachtsmarkt auf dem Großen Feldberg im Taunus – es soll der höchstgelegene in Hessen sein. In der Nähe des Feldbergs – bei Neu-Anspach – bietet das Freilichtmuseum Hessenpark einen historisch-ländlichen Weihnachtsmarkt am selben Wochenende.

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