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Rhein-Main-Region : Wasserverbrauch steigt auf Rekordhöhe

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Notlösung: In Ruppertshain drehte de Feuerwehr für die Bevölkerung den Hahn für eine Notleitung auf Bild: dpa

In dieser Woche hat es nicht nur Spitzenwerte bei den Tagestemperaturen gegeben, sondern auch einen Rekord beim Wasserverbrauch im Großraum Frankfurt. In manchen Taunuskommunen ist deshalb Wassersparen angesagt – weiterhin.

          Mit dem Beginn der Schule in der anhaltenden Hitzeperiode ist der Wasserverbrauch in der Metropolregion Rhein-Main auf einen neuen Rekord geklettert. Rund 418.000 Kubikmeter Wasser hat Hessenwasser am Montag abgegeben und damit den bisherigen Spitzenwert von 2015 noch übertroffen, wie der Sprecher der größten Wasserbeschaffungsgesellschaft des Bundeslandes, Hubert Schreiber, sagte.

          In manchen Taunuskommunen ist derweil Wassersparen angesagt. Nachdem in Kelkheim-Ruppertshain die Brunnen geschwächelt hatten und die Feuerwehr mit Tankwagen ausrücken musste, kam auch in Grävenwiesbach im Usinger Land zeitweise kaum Wasser aus der Leitung. Auch in Wehrheim ist die Lage angespannt, wie es heißt. So falle es dem größten hessischen Wasserversorger zunehmend schwer, Städte und Gemeinden mit ausreichend Trinkwasser zu versorgen. Die Anlagen liefen seit Wochen im Hochbetrieb, Leitungen kämen an die Grenzen der technischen Leistungsfähigkeit, teilte Hessenwasser mit.

          Am 3. Juli 2015 hatten die Menschen in Rhein-Main rund 409.000 Kubikmeter Trinkwasser verbraucht. Zum Vergleich: Ein 50 Meter langes Olympia-Schwimmbecken fasst 3750 Kubikmeter Wasser. Zuvor hatte „hessenschau.de“ darüber berichtet.

          Am Dienstag war der Wasserverbrauch fast ebenso hoch wie am Montag. Am Mittwoch ging er wieder leicht zurück auf rund 400.000 Kubikmeter. „Es hat auch in Rhein-Main hier und da geregnet“, sagte Schreiber.

          In einigen Kommunen drohten Brunnen und Quellen wegen der Dürre auszutrocknen. Um den Bedarf auszugleichen mussten diese bei Hessenwasser mehr Trinkwasser anfordern. In Grävenwiesbach (Hochtaunuskreis) seien am Dienstag die Förderpumpen zeitweise ausgefallen, teilte Landrat Ulrich Krebs mit. Mit speziellen Tankfahrzeugen konnte Wasser aus umliegenden Gemeinden in die inzwischen leeren Speicher gepumpt werden. Alle 2000 Einwohner seien aufgerufen, Wasser zu sparen, da die Pegel der Brunnen weiter sinken. Auch in Kelkheim, wo sich die Lage mittlerweile entspannt hat, soll und muss weiter Wasser gespart werden. Das Verbot, Gärten zu bewässern und Pools zu befüllen, gilt nach wie vor.

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