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Finanzpolitik nach Corona : Mit Steuern umsteuern?

  • -Aktualisiert am

Die Parteien sind sich uneins in Sachen Steuererhöhung. Bild: Bengt Fosshag

An der Frage, ob der Staat Bürger und Unternehmen noch stärker zur Kasse bitten sollte, scheiden sich vor der Bundestagswahl die Geister. Vor dem Hintergrund der Corona-Krise wird mehr diskutiert denn je.

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          Steuern rauf, um dem Staat mehr Geld für Bildung, Soziales und Infrastruktur zu verschaffen, oder Steuern runter, damit das zarte Pflänzchen Konjunktur nicht abgewürgt wird? Eine Frage, die sich den Parteien vor jeder Bundestagswahl neu stellt und die vor dem Hintergrund der Corona-Krise noch an Brisanz gewonnen hat. „Müssen Unternehmen nach der Bundestagswahl höhere Steuern zahlen?“, wollte die IHK Gießen-Friedberg daher in dieser Woche in einer Online-Diskussion von den Finanzexperten der im Bundestag vertretenen Parteien wissen. Und die Antwort fiel deutlich aus: Grüne, SPD und Linke wollen Gutverdienende und Vermögende stärker zur Kasse bitten, während CDU, AfD und FDP generell vor höheren Abgaben warnen.

          Mitte-Links

          Ralf Euler
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung, verantwortlich für den Rhein-Main-Teil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          SPD und Grüne möchten beispielsweise wieder eine Vermögensteuer einführen. Die derzeit in Umfragen noch vor der Union rangierenden Grünen wollen, wie auch die Sozialdemokraten, Vermögen von mehr als zwei Millionen Euro mit einem Prozent besteuern. Das sei nicht nur zumutbar, sondern notwendig, um dem Staat die nötigen Mittel für Investitionen zu verschaffen, argumentiert der Grünen-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Strengmann-Kuhn in der Debatte. Den Spitzensteuersatz bei der Einkommensteuer – bisher 45 Prozent bei einem zu versteuernden Einkommen von mehr als 250.000 Euro – wollen die Grünen auf 48 Prozent anheben; und auch bei dieser Forderung besteht Einigkeit mit den Sozialdemokraten.

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