https://www.faz.net/-gzg-a8llf

„Wart’s ab“ gegen volle Praxen : App statt Wartezimmer

Volles Wartezimmer: Die App soll dabei helfen, die Wartezimmer zu leeren. Bild: dpa

Die App „Wart’s ab“ soll Ärzte und Patienten vor überfüllten Wartezimmern und Praxen bewahren. Eine Gemeinschaftspraxis aus Wiesbaden ist schon sehr zufrieden mit dem Pilotprojekt.

          2 Min.

          Zu den allgemeinen Lieblingsorten haben volle Wartezimmer voller schniefender und hustender Patienten noch nie gezählt – in Corona-Zeiten aber sind sie geradezu zu No-go-Areas geworden. Und vor der Arztpraxis auf der Straße zu warten, bis man ohne Gefahr und mit Abstand eintreten kann, scheint bei Minusgraden auch keine Option zu sein. Am liebsten wäre man zu Hause geblieben, bis man endlich dran ist.

          Monika Ganster

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Das will die mehrsprachige App „Wart’s ab“ ermöglichen, die gemeinsam von dem Start-up Myepa, der Techniker Krankenkasse und dem hessischen Sozialministerium entwickelt worden ist. Die App informiert Patienten, sobald ihr Arzttermin unmittelbar bevorsteht. Voraussetzung ist einerseits, dass die Praxen mit einem Tabletcomputer an dem Verfahren teilnehmen und die Patienten ein Smartphone besitzen, auf das sie sich die App herunterladen. Wer nach einem kurzfristigen Termin beim Doktor fragt, erhält dann von der Sprechstundenhilfe einen Code, der ins Smartphone eingetippt wird. Der Datenaustausch erfolgt anonym, die App speichert nicht, dass Frau Müller zu Doktor Meyer geht, sondern nur eine Zahlen-Buchstaben-Kombination. „Mehr Sicherheit geht nicht“, sagt Projektleiter Thomas Friedl von der TH Mittelhessen, an der die App von Studierenden und Mitarbeitern entwickelt wurde.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung plus

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          „In der EU herrscht Zusammenbruch“: Präsident Putin am Mittwoch im Kreml

          Putin und die Pandemie : Russlands versteckte Corona-Tote

          Präsident Wladimir Putin lobt den russischen Umgang mit der Corona-Pandemie, zumal im Vergleich zum Westen. Doch die enorme Übersterblichkeit lässt das Schlimmste befürchten.
          Danika Maia

          Plattform „Onlyfans“ : Die Mädchen von nebenan

          Auf der Plattform „Onlyfans“ wird Sex als Lifestyle verkauft. Während der Pandemie stieg die Zahl der Mitglieder von sieben auf neunzig Millionen. Über die Grenzen des Legalen und Legitimen wird gestritten.