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Joggen im Lennebergwald : Waldlauf in einem Dünengebiet aus dem Pleistozän

Entspannend: Joggen auf Sandwegen im Lennebergwald Bild: Nedden

Bei jedem Wetter zieht einen der Lennebergwald in seinen Bann, beispielsweise, wenn man ihn auf 6, 10 oder 15 Kilometern Länge durchläuft. Die Strecken sind bis auf einige wenige Steigungen flach. Ein Tipp nicht nur für den Sonntag.

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          Er zählt zu den außergewöhnlichsten Wäldern in ganz Deutschland, der Lennebergwald bei Mainz. Wer mit offenen Augen durch ihn wandert oder joggt, sieht schnell, warum er als Besonderheit gilt: Der Boden besteht hauptsächlich aus Sand. Das ist so, weil sich der Wald auf einem Dünengebiet aus dem Pleistozän befindet, dem Zeitabschnitt der Erdgeschichte, der vor rund 10.000 Jahren endete. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Lennebergwald findet sich der „Mainzer Sand“. Dieser ist weit über das Rhein-Main-Gebiet hinaus bekannt und gilt als eines der wertvollsten Naturschutzgebiete in ganz Europa.

          Jochen Remmert

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung, zuständig für Flughafen und Offenbach.

          Der Sand und das milde Klima haben zu einer besonderen Flora geführt, Fachleute sprechen von einer Steppenvegetation. Da die Trockenheit und die Temperaturen für Buchenmischwald ungeeignet sind, finden sich im Lennebergwald vor allem Kiefern und Eichen. Wer sich alle Geheimnisse dieses wunderbaren Waldes erläutern lassen will, kann bei Revierförster Stefan Dorschel telefonisch unter 0 61 39 /3 70 und via E-Mail unter forstrevier@lennebergwald.de wegen eines Führungstermins nachfragen.

          Aber auch allein bei wirklich jedem Wetter zieht einen der Lennebergwald in seinen Bann, beispielsweise, wenn man ihn auf 6, 10 oder 15 Kilometern Länge durchläuft. Die Strecken sind bis auf einige wenige Steigungen flach. Allerdings sollte man immer genau seine Strecke beobachten, denn die Kiefern haben die für Läufer etwas heikle Eigenschaft, Teile ihrer Wurzeln gerade so weit aus dem sandigen Boden zu recken, dass man daran hängen bleiben kann. Weiß man das vorher, ist es kein Problem. Schafe fühlen sich hier offenbar auch wohl. Jedenfalls kann es passieren, dass man nach der nächsten Biegung plötzlich mitten in einer flauschigen Herde steckenbleibt.

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