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April zu sonnig und trocken : Waldbrandgefahr nach Niederschlägen etwas gemildert

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Entflammbar: In hessischen Wäldern liegt viel trockenes Holz Bild: dpa

Dieser April verabschiedet sich als Monat, der zu warm, zu sonnig und zu trocken gewesen ist. Also untypisch. Gleichwohl hebt das Land Hessen mit Blick auf die Waldbrandgefahr die Alarmstufe A auf.

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          Die Niederschläge vom Dienstag in Hessen haben die Waldbrandgefahr etwas gemildert. Deshalb hebt das Umweltministerium die Alarmstufe A zum Monatsende auf. „Auch für die nächsten Tage ist nach der aktuellen Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes nicht mit einer erneuten flächendeckenden und anhaltenden Zunahme der Waldbrandgefährdung zu rechnen“, heißt es aus Wiesbaden. Die Alarmstufe A gilt seit dem 22. April.

          Das Land ruft die Bevölkerung aber auf, in Wäldern und der Nähe von Forsten weiter vorsichtig zu sein. Die seit Wochen anhaltende Trockenheit sei noch nicht überwunden. „Vertrocknete Vegetation und Blätter stellen trotz der ersten Regenfälle eine potentielle Gefahr dar“, mahnt das Ministerium. Das Grillen an öffentlichen Plätzen ist nach wie vor nicht zulässig. Das wiederum hat auch mit dem Kontaktverbot wegen der Corona-Pandemie zu tun.

          Doppelt so viel Sonne wie üblich

          Der April 2020 fiel ungeachtet der geringeren Waldbrandgefahr in Hessen ausgesprochen sonnig und trocken aus. Nach der am Mittwoch veröffentlichten vorläufigen Auswertung des Messstationen des Deutschen Wetterdienst (DWD) herrschten in Hessen annähernd 295 Stunden Sonnenschein. Das ist fast doppelt so viel wie die in diesem Monat durchschnittliche Dauer von 152 Stunden Sonnenschein.

          Bei so viel Sonne war kaum Zeit für Regen: Im April fielen in Hessen nach den vorläufigen Angaben rund 15 Liter pro Quadratmeter - üblich wären in diesem Monat 59 Liter. Damit blieb Hessen noch unter dem deutschen Durchschnitt von knapp 17 Litern pro Quadratmeter, die den April zum dritttrockensten seit Beginn der Aufzeichnungen machten.

          Der Temperaturdurchschnitt von 10,8 Grad lag über dem Wert der Referenzperiode von 7,5 Grad. Allerdings sank die Temperatur in Fulda in der Nacht des 1. April auf minus 7,7 Grad und damit auf einen Aprilrekord in der bis 1949 zurückreichenden Messreihe.

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