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Wahlpanne in Hessen : 118 Stimmen zu wenig für die SPD

Tarek Al-Wazir (Bündnis 90/ Die Grünen) und Thorsten Schäfer-Gümbel (SPD) in Wiesbaden: Kommt es zusammen mit der FDP doch zu einer Ampelkoalition? Bild: dpa

In Hessen könnte es nach Fehlern beim Auszählen womöglich doch nicht zu einer Koalition von CDU und Grünen, sondern zu einer von der SPD geführten Landesregierung kommen. Jetzt steht fest, wie viele Stimmen die SPD zu wenig und die Grünen zu viel erhalten haben.

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          Der hessische Landeswahlleiter hat den Ernst der Lage erkannt. Wilhelm Kanther (CDU) schließt nicht aus, dass nach dem endgültigen amtlichen Ergebnis der hessischen Landtagswahl nicht mehr die Grünen zweitstärkste Kraft im neuen Landtag sein werden, sondern die SPD.

          Matthias Trautsch

          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Tobias Rösmann

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Das liegt an eklatanten Fehlern beim Auszählen am Wahlabend des 28. Oktober. Vor allem in Frankfurt ist eine Menge schiefgegangen. In mehreren Wahllokalen wurden jeweils Hunderte Stimmen falsch oder gar nicht erfasst, hinzu kommen Übertragungsfehler, etwa durch Zahlendreher.

          Weil in sechs Wahlbezirken bis zum späten Abend kein Resultat vorlag, wurden Zahl und Verteilung der Stimmen nur geschätzt. Deshalb wird das vorläufige Endergebnis keinen Bestand haben. Bis zum 16. November will Kanther nun die Resultate aller 55 Wahlkreise prüfen und dann das endgültige Ergebnis verkünden.

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