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Vorläufiges Obduktionsergebnis : Verdächtiger Rentner von Dietzenbach tötete sich selbst

  • Aktualisiert am

Tatort: Ein Polizeiwagen steht vor dem Dietzenbacher Haus, in dem ein Rentner während eines Polizeieinsatzes gestorben ist Bild: dpa

Bei einer Polizeiaktion stirbt ein Verdächtiger. Der vorläufigen rechtsmedizinischen Untersuchung zufolge hat sich der Mann selbst das Leben genommen. Die Ermittlungen gehen aber noch weiter.

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          Nach einem Festnahmeversuch mit tödlichem Ende in Dietzenbach gehen die Ermittler davon aus, dass sich der Verdächtige mit einem Messer selbst tödlich verletzt hat. Das berichtete die Staatsanwaltschaft am Donnerstag und berief sich dabei auf die vorläufigen Ergebnisse der Obduktion. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet. Eine Spezialeinheit der Polizei wollte am Mittwoch den 66 Jahren alten Mann verhaften, weil dieser im Juni ein Ehepaar in der Nachbarschaft getötet haben soll.

          Die Beamten setzten dabei nach Angaben der Staatsanwaltschaft auch eine Elektroschockpistole ein. Todesursache seien nach dem vorläufigen Ergebnis der rechtsmedizinischen Untersuchung aber die Stichverletzungen gewesen, die sich der 66-Jährige selbst zugefügt haben soll.

          Haftbefehl wegen des Verdachts des Totschlags

          Er hatte nach Angaben der Ermittler im selben Haus gelebt wie ein Ehepaar, das im Juni tot entdeckt worden war. Zunächst war die Polizei von einem gemeinsamen Suizid des Paares ausgegangen, bekam dann aber Zweifel. Unter Tatverdacht geriet dann der Rentner, ein Richter erließ Haftbefehl wegen des Verdachts des Totschlags. Die genauen Hintergründe waren zunächst weiter unklar.

          Für reichlich Aufregung hatte am Mittwoch auch ein verdächtiger Gegenstand gesorgt, den die Polizei in der Wohnung des Mannes entdeckte. Weil nicht auszuschließen war, dass es sich um einen Sprengsatz handelte, rückten Experten des Kampfmittelräumdienstes an. Eine nahe Grundschule und das Mehrfamilienhaus wurden geräumt. Später konnte Entwarnung gegeben werden.

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