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Vor Wahl in Dietzenbach : Mainfähren-Aus kostet Stimmen

  • -Aktualisiert am

Dreikampf: Die Dietzenbacher wählen nicht nur ihre Stadtverordnetenversammlung, sondern auch den Bürgermeister. Bild: Frank Röth

Während die große Koalition im Kreis Offenbach keine großen Stürme zu überstehen hat, geht es im Dietzenbacher Rathaus turbulent zu. Der Amtsinhaber Jürgen Rogg muss sich vor der Bürgermeisterwahl gleich mit zwei Konkurrenten auseinandersetzen.

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          Eine reine Briefwahl wäre den Verantwortlichen im Kreis Offenbach am liebsten gewesen. Zumindest haben sich neun Bürgermeister und ein Erster Beigeordneter schon im Dezember mit dem Wunsch an den hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU) gewandt, das Votum der Bürger am 14. März wegen der Corona-Pandemie ausnahmsweise per Post einholen zu dürfen. Weil ihnen diese Bitte allerdings nicht gewährt wurde, laufen auch in den 13 Kommunen des dicht besiedelten Landkreises die Vorbereitungen für den Wahlsonntag auf Hochtouren. Inzwischen sind Mundschutzmasken für die Wahlhelfer geordert, aufstellbare Plexiglasscheiben gefertigt und, wo nötig, größere Wahllokale gefunden worden. Gleichwohl scheinen viele Bürger die Heimarbeit zu bevorzugen, wenn es darum geht, über die künftige Besetzung des Kreistages, der jeweiligen Stadtverordnetenversammlungen, Gemeindevertretungen sowie der Orts- und Ausländerbeiräte zu entscheiden.

          Markus Schug

          Korrespondent Rhein-Main-Süd.

          Die Kreisstadt Dietzenbach etwa, in der auch die Stelle des Bürgermeisters zu besetzen ist, vermeldete schon, dass sich die Zahl der Briefwähler im Vergleich zu 2016 mehr als verdoppelt habe: Bis Anfang März nutzten mehr als 6750 Bürger diesen Weg der Stimmabgabe. Dort muss sich Amtsinhaber Jürgen Rogg, der seit 2009 an der Spitze der Verwaltung steht und mit 59 Jahren seine zweite Wiederwahl anstrebt, mit zwei Herausforderern auseinandersetzen: Denn nicht nur der Erste Stadtrat Dieter Lang von der SPD, sondern auch der von den Grünen unterstützte René Bacher würde den offiziell „Parteilosen“ gerne beerben, der sich vor Jahren verärgert von der CDU abgewandt hatte. Weil sich in der Partei seitdem aber vieles zum Guten gewandelt habe, ist er inzwischen in den Kreis der Union zurückgekehrt. Rogg, der im Sommer 2015 mit einer Zustimmung von knapp zwei Dritteln im Amt bestätigt wurde, gilt als Favorit. Bei insgesamt drei Bewerbern muss er aber damit rechnen, dass es am 28. März zur Stichwahl kommen könnte.

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