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Ein Jahr nach der Tat : Volkmarsen sucht weiter nach dem Warum

Einsatzkräfte bei der Spurensicherung am Tatort (Archivbild) Bild: dpa

Er hatte das Attentat penibel geplant: Vor einem Jahr raste ein Mann im hessischen Volkmarsen in den Rosenmontagszug und verletzte Dutzende Menschen schwer. Die Folgen sind bis heute nicht verarbeitet.

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          Wenn an diesem Mittwoch die Menschen im nordhessischen Volkmarsen zusammenkommen, um bei einem ökumenischen Gottesdienst der Opfer des Anschlags am Rosenmontag 2020 zu gedenken, wird die Frage nach dem Motiv noch immer nicht beantwortet sein. Warum fuhr Maurice P., 30 Jahre alt, an jenem 24.Februar 2020 mit seinem Auto in die feiernde Zuschauermenge und verletzte Dutzende Menschen schwer? Er hatte das Attentat, soweit sich das ermitteln ließ, schon lange und penibel geplant. Seitdem schweigt Maurice P. Auch einer psychiatrischen Untersuchung verweigerte er sich. Laut Generalstaatsanwaltschaft gilt der Deutsche, der nicht vorbestraft ist, als schuldfähig.

          Katharina Iskandar
          Verantwortliche Redakteurin für das Ressort „Rhein-Main“ der Sonntagszeitung.
          Helmut Schwan
          Freier Autor in der Rhein-Main-Zeitung.

          Inzwischen legen sich die Ermittler fest, dass ein politisches oder religiöses Motiv ausgeschlossen ist. Ein solches war damals vermutet worden, weil der Angriff wenige Tage nach dem Anschlag in Hanau geschah. Es gab jedoch keine Hinweise darauf, dass sich Maurice P. in extremistischen Kreisen bewegte oder sich anderweitig radikalisiert hat. Es gab keine Spuren, die darauf hindeuteten, weder auf seinem Handy noch auf seinem Computer.

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