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Attentat mit Auto : Lebenslange Haftstrafe im Volkmarsen-Prozess gefordert

  • Aktualisiert am

Spurensuche: Einsatzkräfte am 24. Februar 2020 nach dem Anschlag; es gab mehr als 90 Verletzte. Bild: dpa

Geht es nach der Anklage, kommt der Auto-Attentäter von Volkmarsen für den Rest seines Lebens hinter Gitter. Sicherungsverwahrung inklusive. Der Ankläger spricht von einer „ganz bösen Gesinnung“.

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          In dem Prozess um die Autoattacke auf den Rosenmontagsumzug im nordhessischen Volkmarsen hat die Staatsanwaltschaft vor dem Landgericht Kassel am Donnerstag eine lebenslange Haftstrafe für den Angeklagten mit dem Vorbehalt anschließender Sicherungsverwahrung gefordert. Zudem sei die besondere Schwere der Schuld festzustellen. Dem heute 31 Jahre alten Mann wird vorgeworfen, am 24. Februar 2020 mit seinem Wagen absichtlich in den Karnevalsumzug gefahren zu sein und dabei mindestens 88 Menschen, darunter 27 Kinder, teilweise schwer verletzt zu haben.

          Bei zwei Opfern bestand laut Staatsanwaltschaft zeitweise Lebensgefahr. Der Mann muss sich wegen versuchten Mordes in 88 Fällen und schwerer Körperverletzung, in einem Fall wegen versuchten Mordes sowie wegen des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr verantworten. Es sei in den vorangegangenen 24 Verhandlungstagen zweifelsfrei nachgewiesen worden, dass der Angeklagte die Tat vorsätzlich, gezielt und geplant begangen habe, um Menschen zu töten oder zu verletzen, sagte Staatsanwältin Melike Aydogdu. Eine Strafmilderung schloss Staatsanwalt Tobias Wipplinger aus. Der Angeklagte habe heimtückisch, gemeingefährlich und aus niedrigen Beweggründen gehandelt.

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